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Liebe, Sex und Wir

Judka Strittmatter
freie Journalistin und Autorin
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piqer: Judka Strittmatter
Dienstag, 29.11.2016

Zur Kulturzone „Untenrum"

Für alle, die es interessiert: Eine kleine Abhandlung über die Intimfrisur und warum sie wieder fröhlich Urständ feiert. Oder anders gesagt: schon wieder Pflicht ist. Es soll Leute geben, die sowohl den wilden als auch den gepflegten und getrimmten Busch noch immer bevorzugen à la „Je niedriger die Hecke, desto höher das Haus." Aber gibt es wiederum nicht Häuser, die uns gerade deshalb gefallen, weil sie umrankt sind von Efeu und Wein? Aber wenn natürlich schon die Antike und das Alte Ägypten auf haarfrei setzten, kann es so weit hergeholt doch nicht sein. Wenn da nicht wieder diese Forscher wären, die jeden Trend psychologisch durchleuchten. Denn Trends und Moden setzen uns natürlich auch unter Anpassungsdruck und über Druck und seine Wirkung auf uns und unsere Psyche muss hier nicht debattiert werden.

Trotzdem lassen einen folgende Argumente nicht los:

  

„Je mehr ideale Bilder uns umgeben, desto eher wird uns bewusst, dass wir diese perfekte Darstellung nie erreichen können – und desto weniger Lust haben wir, unsere eigene Sexualität auszuleben.“ Untenrum frei heißt also nicht unbedingt obenrum frei. Freiheit beginnt im Kopf. Also ganz egal ob rasiert oder nicht – mehr Diversität würde in jedem Fall mehr Freiheit bedeuten – und damit mehr Sex."

 

 

Zur Kulturzone „Untenrum"
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Kommentare 1
  1. Ansgar Schmitz
    Ansgar Schmitz · vor 10 Monaten

    Mehr Diversität? Wie soll ich denn als Individuum, das mit Glück sich auf einen lohnenden Entwicklungsweg mit nur einer Partnerin oder einem Partner begibt, diversität erfahren? Heute lang, morgen kurz ist wohl eher die Diversität der Poligamieverfechter, die nur durch Abwechslung noch erregbar sind. Braucht es immer einen neuen Kick? Ist nicht liebende Verbundenheit nicht nur genug sondern der eigentliche Urwunsch nach Verschmelzung der polaren Ausdrucksformen menschlichen Lebens? Angst treibt in die Bindungslosigkeit und letztlich zur sozialen Un-verbindlichkeit. Tiefste unverarbeitete Verletzungen aus den Kriegen, Erniedrigungen und Beschämungen aus der schwarzen Pädagogik wirken sich nun in der dritten und vierten Generation in Form von Flucht-, Vermeidungs- und Verdrängungsreflexen in einer krassen und flächendeckend entfremdenden gesellschaftlichen Narzissmussepidemie aus. Gebt dem nicht nach! Brecht das Muster! Weil es sich lohnt auch schwierige Zeiten durchzustehen, daran miteinander zu wachsen und zu reifen und die Liebe zu vertiefen! Denn ohne diese Tiefe Liebe sind wir geneigt dem Konsumismus anheimzufallen, weil wir die Leere irgendwie füllen müssen!