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Liebe, Sex und Wir

Theresa Bäuerlein
Journalistin. Autorin. Seit (gefühlt) schon immer.
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piqer: Theresa Bäuerlein
Sonntag, 19.01.2020

Wenn Männer sexuelle Gewalt erleben

Die meisten Frauen, die sexuelle Gewalt erleben, reden nie darüber. Bei den Männer ist die Zahl der Schweigenden noch höher. Wenn sie doch reden, dauert es laut dieses Artikels drei Jahrzehnte oder länger, bis sie es wagen.

Ein Grund dafür sind toxische Gendernormen.

When it comes to male rape, gender norms collide with trauma: many survivors feel guilt or shame, torturing themselves with questions such as why they didn’t somehow fight off their attackers, or wondering if there was some hidden vulnerability that had caused them to be targeted. Myths become formidable obstacles to survivors confronting their traumas: that “real men” don’t get raped, that survivors of rape or abuse must be gay, that rape is about sex rather than power and control, or that the abused are likely themselves to become perpetrators.

Dieser Artikel beschreibt eindringlich, wie wichtig es ist, dass Männer, die Opfer wurden, Raum zum Reden haben, und welche Strukturen ihnen dabei helfen.

Wenn Männer sexuelle Gewalt erleben
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Kommentare 6
  1. Cornelia Haas
    Cornelia Haas · Erstellt vor 28 Tagen ·

    Die meisten Männer in diesem Artikel waren "noch" keine Männer, sondern Kinder zum Zeitpunkt ihrer Vergewaltigung.
    Ich frage mich, warum dieser Umstand keine Erwähnung findet.
    Handelt es sich nicht eher um Kindesmissbrauch, als um die Vergewaltigung erwachsener Männer? Damit möchte ich auf keinen Fall schmälern oder verharmlosen, was in diesem Artikel über den Umgang der Männer mit diesem Thema steht und ich hoffe auf viel mehr Unterstützung Betroffener, egal in welchen Alter sie gerade sind.
    Allerdings, an wen hätten sie sich als Jungs wenden können? Als Elfjährige, Zehnjährigen, 15-Jährige? Und an wen können sich diese Betroffenen heute wenden, wenn sie männlich sind?

    1. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · Erstellt vor 22 Tagen ·

      stimmt. Das wirft ein Licht darauf dass Männer als Opfer entweder als "Frau" oder als schwaches Kind gesehen wird.

    2. Theresa Bäuerlein
      Theresa Bäuerlein · Erstellt vor 21 Tagen ·

      Danke für die Ergänzung, das ist ein guter Punkt. Unter dem Artikel ist eine Anlaufstelle für Opfer in Großbritannien angegeben. In Deutschland gibt es Hilfen und Meldemöglichkeiten auf der Webseite des „I-KiZ Zentrum für Kinderschutz im Internet“ oder unter nummergegenkummer.de. Für Jugendliche gibt es eine Online-Beratung zu sexueller Gewalt in den neuen Medien unter
      save-me-online.de und juuuport.de.

  2. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · Erstellt vor 22 Tagen ·

    ja - wenn eine Frau vergewaltigt wird bestätigt das auf eine furchtbare widerliche Art ihr frausein, es gehört leider zum FrauenBild dazu (zu einem schlechten). Wenn es Männern geschieht - spricht es Mannsein ab.
    Und dass ihnen dann oft "schwulsein" unterstellt wird (="unterstellt", allein die Konnotation es wäre etwas negatives!), ist die Fortschreibung des Gedanken: es ginge bei ver-GEWALT-igung doch um Sex (was bei Frauen ja auch angedacht wird).
    schon immer seltsam paradox: der vergewaltigte mann wäre "schwul" - der Täter (meist ist es ein Täter) wäre es nicht. Obwohl - eigentlich doch nicht: ein richtiger mann dominiert seinen "Sex-Partner", er-niedrigt, penetriert... Dieser Gedanke macht das toxische männerbild aus.

    1. Cornelia Haas
      Cornelia Haas · Erstellt vor 22 Tagen · Bearbeitet vor 22 Tagen

      Bestätigen tut eine Vergewaltigung ihr Frau-Sein nicht, es stellt es nur nicht in Frage.
      Um eine Frau zu "ent-frauen" muss man andere Mittel anwenden, Verstümmelungen oder psychische Manipulation, würde ich sagen. Wenn man das tut, ist sie aber ebenso Identitätsvernichtend wie eine "Entmannung".

      Weder möchte ich also einem Mann vorwerfen, dass Penetration ihm und seinem Mann-Sein gut tut (ich fühle mich nach dem Sex auch weiblich und wohl), noch möchte ich ihm die Demütigung des Entmannt-werdens absprechen, wenn er vergewaltigt wird.
      Ich bin nicht sicher, ob Mann sich entmannt weiblicher fühlt als vorher. Er fühlt sich vielleicht einfach nur hilflos, schwach, gedemütigt und an die weibliche Unterlegenheit, die ihm im Alltag ja auch begegnet, erinnert.

      Was ich aber schon als toxisch empfinde, ist die Vorstellung, dass am "anderen" Ende der Männlichkeit, dem unmännlichen, die Frau stehen soll. Ich bin ja nicht das Gegenteil, das Negativ, eines Mannes, ich bin etwas anderes und aus diesem Grund nicht schlechter oder besser.
      Mann und Frau ergänzen das Geschlecht Mensch und vervollständigen es. Wir stehen uns nicht gegenüber sondern nebeneinander. Das erfordert eine Abgrenzung, aber nicht zwingend eine Ausgrenzung.

    2. Theresa Bäuerlein
      Theresa Bäuerlein · Erstellt vor 21 Tagen ·

      Sehr vielsagend ist auch die Tatsache, dass das letzte Opfer des im Artikel erwähnten Reynhard Sinaga, der 159 Männer vergewaltigt haben soll, von der Polizei nicht ernst genommen wurde. Erst, nachdem die Polizei Videomaterial auf dem Handy des Täters gefunden hatte, ließen sie DNA-Proben nehmen - zwei Tage später. https://www.theguardia...

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