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Liebe, Sex und Wir

Theresa Bäuerlein
Journalistin. Autorin. Seit (gefühlt) schon immer.
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piqer: Theresa Bäuerlein
Montag, 08.04.2019

Warum es wichtig ist, dass es Hebammen gibt

In Deutschland arbeiten immer weniger Hebammen: Allein zwischen 2008 und 2010 haben 25 Prozent der freiberuflichen Hebammen die Geburtshilfe aufgegeben. Wenn man sich nicht näher mit dem Thema auskennt, können man meinen, diese Entwicklung sei nicht weiter schlimm oder bemerkenswert: Wozu braucht es Hebammen, wenn es Krankenhäuser gibt? Erst vor kurzem las ich an anderer Stelle den Kommentar: "Mal im Ernst, wozu braucht die Frau eine Hebamme, es gibt keinen Beruf der überflüssiger ist als dieser." – Ärzte in Krankenhäusern könnten sich vielleicht besser kümmern, glaubt die Kommentatorin, die schlechte Erfahrungen gemacht hat. 

Solche Fälle gibt es, und das Argument, das Hebammen Fehler machen können, und im Krankenhaus die Versorgung im Zweifelsfall schneller und besser ist, wiegt stark. Trotzdem ist es gut, diesen Artikel zu lesen, bevor man Hebammen als Relikt der Vergangenheit abschreibt: Denn er hilft dabei, zu verstehen, wie wichtig Hebammen auf der ganzen Welt sind und sein können – dort, wo es keine gute medizinische Versorgung gibt, aber auch in Deutschland. Weil sie nicht nur helfen, Kinder auf die Welt zu bringen, sondern Frauen ermächtigen, selbst über ihre Körper zu bestimmten. Weil sie, wie die Autorinnen schreiben, ein wichtiges Element sind in einem Konflikt "zwischen Ärzten und Hebammen, zwischen Geburt-als-Krankheit und Geburt-als-Ermächtigung; für viele auch: zwischen Männern und Frauen."

(Der Link ist normalerweise hinter einer Bezahlschranke, die hier verlinkte Version ist drei Tage lang frei zugänglich.)

Warum es wichtig ist, dass es Hebammen gibt
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Kommentare 1
  1. Thomas Rehehäuser
    Thomas Rehehäuser · Erstellt vor 3 Monaten ·

    Hebammen sind wohl so alt wie die Menschheit. Wieder eine Entwicklung in unserer Un-Kultur, dass wir diesen das Leben so schwer machen!!!

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