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Liebe, Sex und Wir

Natalie Mayroth
Journalistin, Kulturwissenschaftlerin, Netizen
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piqer: Natalie Mayroth
Sonntag, 31.03.2019

Teherans Café Downtism

Es ist Imrans erster Job, obwohl er schon vierzig Jahre alt ist. Das liegt nicht nur daran, dass die Arbeitslosenquote im Iran hoch ist. Für Menschen mit Behinderung ist es wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage – die durch die Isolation der USA verstärkt wird – fast unmöglich, einen Arbeitsplatz zu finden.

Ailin Agahi die als Musiklehrerin arbeitet, bemerkte, dass sich ihre SchülerInnen mit Behinderung Sorgen machen, wie sie weiterkommen können. "Es ging ihnen nicht so sehr um die Musik oder Konzert(e zu spielen), es ging ihnen um die Interaktion mit anderen, die sie sehr glücklich macht", sagt die Gründerin im Interview mit the Middle East Eye. Im Mai 2018 eröffnete sie schließlich das Café Downtism, in dem knapp 40 Menschen mit Down-Syndrom und Autismus beschäftigt sind. Ihr Café ist zur Bühne ihrer MitarbeiterInnen geworden, die hier ihre musikalischen Fähigkeiten zeigen können, wie die 14-jährige Melika Aghaei am Piano. Die größte Herausforderung war allerdings die Finanzierung des Vorhabens, sagt Agahi. "Noch macht das Café keinen Gewinn", berichtet Reporterin Theresa Tropper aus Teheran. Bisher finanziert sich Agahi allein.

Ich hoffe, dass das Café überlebt, denn es zeigt nicht nur ein anderes Gesicht der Islamischen Republik, es gibt Menschen eine Perspektive. 

Teherans Café Downtism
8,3
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Kommentare 2
  1. Theresa Bäuerlein
    Theresa Bäuerlein · Erstellt vor etwa 2 Monaten ·

    An dieser Empfehlung merke ich wie, dass ich unheimlich selten Artikel sehe und lese, in dem über den Alltag im Iran berichtet wird, vor allem nicht auf eine positive Weise. Mein Bild des Irans dürfte entsprechend gründlich verzerrt sein. Es lohnt sich definitiv, die drei Minuten Zeit in das Video zu investieren.

    1. Natalie Mayroth
      Natalie Mayroth · Erstellt vor 25 Tagen ·

      Und ich habe gerade erfahren, dass es auch noch offen ist. :)

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