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Liebe, Sex und Wir

Katrin Rönicke
Autorin und Podcasterin
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piqer: Katrin Rönicke
Mittwoch, 22.06.2016

Tanzen für die Liebe

Seit dem Massenmord im "Pulse"-Club in Orlando sind mehrere Texte erschienen, die erklären, warum und wieso das Nachtleben, die Clubs und die Bars, so essentiell für viele Schwule, Lesben und Transmenschen ist, für LGBT, für queere Menschen (hinter jedem Link findet sich ein kurzer, erklärender Wikipedia-Artikel).

In der New York Times hat Quito Ziegler nun noch einmal ausführlich beschrieben, welche zentrale Bedeutung das Tanzen für queere Menschen hat:

Even the most repressive societies in the world can’t shut down my people’s need to dance, our need to convert rage into furious motion, the liberation that comes from collective resistance.

Weiter erklärt Ziegler, wie sich in den dunklen, bunten, glitzernden Szenen so etwas wie Ersatzfamilien bildeten. Wie Menschen, die in der normalen Gesellschaft herausfallen, plötzlich alle ein Zuhause finden, Anerkennung, Liebe und viele Gesichter, die zurücklächeln - egal, wie durchgeknallt man ansonsten auf andere wirkt.

In the queer mythology we invent for ourselves, we all get to be queen.

Ein wunderschöner, liebevoller und ermunternder Text über das Tanzen als Ventil, als Kommunikationsmedium, als Familienritual von Menschen, die aus ihrer Ursprungsfamilie nicht selten ausgeschlossen wurden.

This week, we dance as a form of collective grieving. [..] We dance for the future we create together through our radical rewrite of love.

Tanzen für die Liebe
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