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Liebe, Sex und Wir

Antje Schrupp
Politikwissenschaftlerin, Journalistin
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piqer: Antje Schrupp
Donnerstag, 09.08.2018

Streben nach Besserem: Online wird nach oben gedatet

Versuchen kann man es ja mal, scheinen sich viele Nutzer und Nutzerinnen beim Online-Dating zu denken: Sie schicken überwiegend Anfragen an Menschen, die deutlich attraktiver sind als sie selbst. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer US-amerikanischen Studie, die heute durch die Medien geht (ich habe einen der deutschen Texte verlinkt, wer einen Blick in das englische Original werfen möchte: Hier!

Es ist noch fraglich, wie repräsentativ die Ergebnisse sind und ob sie sich auf andere Länder übertragen lassen, aber es scheint plausibel, dass man beim Online-Anbahnen von Beziehungen eher eine Absage riskiert - ist schließlich weniger demütigend als bei Face-to-Face-Kontakten. Wie sich das langfristig auf Beziehungsfindungen auswirkt - denn es kann ja rein mathematisch nicht aufgehen, dass alle "nach oben" daten - muss sich noch rausstellen. Die Studie hat lediglich die allererste Phase untersucht; ob und welche Beziehungen sich dann tatsächlich ergeben, ist unklar.

Interessant auch die Art, wie "Attraktivität" im Design der Studie bestimmt wurde, nämlich so ähnlich wie bei Google: Je mehr Verweise von selbst attraktiven Personen jemand bekommt, desto attraktiver wird er oder sie selber sein. 

Funfact (trauriger) nebenbei: Männer gelten bis zum Alter von 50 Jahren umso attraktiver je älter sie sind. Bei Frauen hingegen zeigt die Attraktivitätskurve schon ab 18 nach unten.

Streben nach Besserem: Online wird nach oben gedatet
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