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Liebe, Sex und Wir

Theresa Bäuerlein
Journalistin. Autorin. Seit (gefühlt) schon immer.
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piqer: Theresa Bäuerlein
Mittwoch, 20.07.2016

Monogamie ist kein Problem

David Schnarch (ja, der Name ist lustig) ist eine Ikone unter den Beziehungs- und Sextherapeuten. Das hat Gründe. Den dieser nette, ältere Herr mit Bart hat ein paar sehr gute Ideen und spricht angenehm Klartext. Zum Beispiel so:  

"Eine sexuelle Beziehung besteht also aus der Schnittmenge der sexuellen Vorlieben, sie ist gewissermaßen ein Resteessen. Und davon lebt man dann. Da spielt es keine Rolle, dass man sich anfangs nackt vom Kronleuchter geschwungen hat – auch das wird nach fünf Jahren ziemlich langweilig."

Man sollte das Interview nach dieser Aussage aber nicht deprimiert weglegen, sondern unbedingt weiterlesen. Denn erst dann kommt das eigentlich wichtige: Schnarch, ein großer Befürworter der monogamen Zweierbeziehung, gibt also unumwunden zu, das genau diese fast zwangsläufig zu langweiligem Sex führt. Aber das ist für ihn kein Fehler. Sondern sogar ein wichtiger Aspekt: 

"Monogamie tötet nicht das Verlangen, sie bildet ein System, das wiederum das Verlangen der meisten Menschen schwächt. Dagegen hilft nur eins: Du musst wachsen. Das ist die einzige Möglichkeit, sich sexuell weiterzuentwickeln und die Leidenschaft neu zu entfachen."

Nach Schnarch ist Monogamie also ein elegantes System, das dafür sorgt, das Menschen sich weiterentwickeln. 

Monogamie ist kein Problem
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