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Liebe, Sex und Wir

Theresa Lachner
Journalistin
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piqer: Theresa Lachner
Dienstag, 10.09.2019

Mark Zuckerberg weiß, wann du deine Tage hast: wie Zyklus-Apps unsere Daten verkaufen

Klar, Periodentracker sind wahnsinnig praktisch: Sie erinnern uns blutenden Teil der Weltbevölkerung freundlich daran, warum wir ausgerechnet heute Schatzilein wahlweise die Klamotten vom Leib oder den Kopf abreißen wollen und woher dieser mysteriöse Heißhunger auf Erdnussbuttersandwiches kommt. Ansonsten sind sie zur Babyproduktion allerdings wesentlich besser geeignet als zur Babyverhütung.

Und apropros Babys machen: die Daten von Schwangeren sind verdammt viel wert.

Unternehmen zahlen bis zu 1,50 US-Dollar für Daten von Schwangeren, während Daten zu anderen Personen nur rund 10 Cent wert sind. Das Vermerken vom Ausbleiben der Periode in der App könnte zumindest ein Indiz dafür sein, dass eine Frau schwanger ist. (Es gibt dafür freilich auch andere, medizinische Gründe). Schwangere sind bei Werbefirmen eine besonders beliebte Zielgruppe.

Die britische NGO Privacy International hat eine ausführliche Analyse dazu gemacht, wie Apps à la Clue, Flo, Maya und My Period Tracker mit unseren Daten umgehen, und siehe da: Auf einmal scheint der gute alte papierne Terminkalender doch wieder wahnsinnig attraktiv.

Die Maya App, die bisher von rund fünf Millionen Menschen heruntergeladen und installiert worden ist, teilt bereits mit Facebook, wenn man die App nur öffnet – und zwar ohne dass man zuvor etwas angekreuzt oder Nutzungsbestimmungen zugestimmt hat. Dabei ist die App besonders datenhungrig und man kann etwa angeben, wann die Brüste spannen, wann der Blutdruck zu hoch ist, wann man besonders viel Akne hat, Verstopfung, wann man unter Schlaflosigkeit leidet, etc. Zudem lässt sich eintragen, ob man die Pille nimmt und wie man sich fühlt: Sexy, romantisch, ängstlich oder ruhig zum Beispiel. Weiters lässt sich eintragen, wann man Sex gehabt hat und ob dieser ungeschützt oder geschützt stattgefunden hat. All diese Daten werden bei dieser App automatisiert an Facebook übertragen.

Mark Zuckerberg weiß, wann du deine Tage hast: wie Zyklus-Apps unsere Daten verkaufen
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Kommentare 3
  1. Maximilian Rosch
    Maximilian Rosch · Erstellt vor 3 Monaten ·

    Ich finde es gut, dass du das Thema wieder aufgreifst. Denn nach einer kurzen Empörungswelle letztes Jahr wurde irgendwie nicht mehr großartig darüber gesprochen, oder?
    Im Dezember 2018 empfahl Silke hier die Recherche von Chupadados https://www.piqd.de/ge... die auch von Futurezone zitiert wird.

    1. Maximilian Rosch
      Maximilian Rosch · Erstellt vor 3 Monaten ·

      Marie Kochsiek, die ebenfalls bei Futurezone zitiert wird und mit an der Zyklusapp Drip arbeitet, wurde hier ebenfalls interviewt: https://www.monda-maga...

  2. Kerstin A.
    Kerstin A. · Erstellt vor 3 Monaten ·

    Wie immer gilt - noch wird niemand gezwungen, alles - aber auch alles - in seinem Leben mit Apps zu organisieren, zu regeln und zu dokumentieren. Ist wie mit Alexa& Co, kann man verwenden und sich ausspionieren lassen oder man macht ganz konservativ das Licht selber an und aus.

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