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Liebe, Sex und Wir

Judka Strittmatter
freie Journalistin und Autorin
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piqer: Judka Strittmatter
Mittwoch, 26.10.2016

Let's sprech Love

Eine Liebe, zwei Sprachen. Oder wie man als bilinguales Paar das hinkriegt, was schon als gleichsprachiges Paar nur selten gelingt: Die Kommunikation untereinander. Die aber ist nun mal das Nonplusultra einer glücklichen Paarbeziehung. Selbst Sex ist Kommunikation. Und so hat es Vor-und Nachteile, sich bilingual auf diese Reise zu machen. Interessanterweise verliebt man sich schneller (Forschung!), wenn der Exotik-Faktor fremde Sprache hinzukommt und man investiert auch (wenigstens am Anfang) intensiver in die Zweisamkeit, weil man schon mal mit einer Hürde anfängt. Gut ist es auch, über eine dritte, gemeinsame Sprache die Annäherung zu probieren, so haben beide die gleichen Voraussetzungen. Als Nachteil prägt sich heraus, dass man spinnerte Ideen oder den eigenen Humor nie richtig rüberbringen kann und das einen besonderen Frust generiert. Andererseits entwickelt man als Paar, auch als gleichsprachiges, sowieso eine eigene Sprache, die mit selbstgebauten Neck- und Kosebegriffen durchsetzt ist und gemeinsam „entwickelt" wird. Besonders interessant sind die kurzen Auslassungen der Sprachforscherin Ingrid Piller dazu.

Let's sprech Love
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Kommentare 2
  1. Frederik Fischer
    Frederik Fischer · vor etwa einem Jahr

    Ich habe meine Frau während eines Auslandsstudiums kennengelernt. Wir haben uns jahrelang nur auf Englisch unterhalten. Inzwischen spricht sie Deutsch und wir könnten die Sprache wechseln. Allein: Die deutsche Sprache fühlt sich fremd an in der Beziehung - auch und gerade für mich. Erschwerend hinzu kommt: Deutsch ist ohnehin nicht das beste Trägermedium für Humor. Wir sprechen jedenfalls weiterhin Englisch:)

    1. Judka Strittmatter
      Judka Strittmatter · vor etwa einem Jahr

      Das mit dem Humor ist ein unschlagbares Argument, lieber Frederik. Ich hatte mir seinerzeit, mit meinem deutschen Exmann überlegt, ob wir zuhause nur englisch miteinander sprechen, um das ganze ein bisschen frisch zu halten – also die Sprache. Haben wir dann aber nie gemacht. Vielleicht hätten wir mal sollen. Immerhin MUSST du heute Englisch können, wenn du als Berlin-Mitte-Fuzzi in einen Hipster-Laden essen oder sonst was gehst. Sonst: No Chance at all.