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Liebe, Sex und Wir

Antje Schrupp
Politikwissenschaftlerin, Journalistin
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piqer: Antje Schrupp
Freitag, 19.05.2017

Kinder ohne romantische Liebe — spricht da was dagegen?

Jochen König ist momentan wohl der bekannteste Protagonist neuer Familienmodelle in Deutschland. Er hat zwei Töchter mit unterschiedlichen Frauen, mit denen er keinen Sex und auch sonst keine typische Paarbeziehung hat. Bei dem ersten Kind hat es sich „so ergeben" — die Eltern haben sich getrennt, was ja häufig vorkommt. Beim zweiten Kind war es geplant, die Mutter lebt in einer lesbischen Beziehung. 

In seinem Blog hat Jochen König jetzt eine neue Serie gestartet, in der er die häufigsten Einwände, die gegen sein Familienleben vorgebracht werden, kommentiert und beantwortet. Nachdem der erste Post sich mit dem Vorwurf beschäftigte, das sei doch nicht natürlich, geht es in diesem zweiten Beitrag um die Frage, ob es für Kinder nicht besser ist, in einer Familie aufzuwachsen, in der die Eltern sich „lieben". 

Darin gibt es viele starke Argumente, am wichtigsten fand ich die Beobachtung, dass die „normale" Verbindung zwischen romantischer Paaresliebe und Liebe zu den Kindern gerade bei Vätern allzu oft dazu führt, dass die eine beim Zerbrechen der anderen in Mitleidenschaft gezogen wird. Wenn sie sich von der Mutter trennen, fühlen sie sich auch für die Kinder nicht mehr so recht zuständig, erst recht, wenn sie dann eine neue Partnerschaft eingehen, in der dann auch wieder Kinder geboren werden und die alten die neue traute Zweisamkeit „stören". 

Lesenswerte Überlegungen jedenfalls.

Kinder ohne romantische Liebe — spricht da was dagegen?
9,1
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