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Liebe, Sex und Wir

Natalie Mayroth
Journalistin, Kulturwissenschaftlerin, Netizen
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piqer: Natalie Mayroth
Sonntag, 29.05.2016

„Internet plus Baby ist gleich Fame“

Wer diesen Satz nicht glaubt, sollte Mark Zuckerberg’s oder Amalia Ulman’s Social-Media-Leben einmal verfolgen. Doch: Plusminus 30, keine Kinder und Internet geht auch. Sogar ganz gut, sagt die Online-Studie „Generation What“ und auch die Kolumnistin Franziska Seyboldt, die sich zugehörig outet.

„Generation What“, das sind die 18-34-Jährigen, jene, denen das Internet wichtiger ist als Kinderkriegen: 53 Prozent der Teilnehmerinnen glauben, sie bräuchten das Internet für ihr Lebensglück. Dagegen geben 52 Prozent an, sie könnten auf Kinder verzichten. Der Erklärungsversuch Seyboldts lautet: Man vermisst nur das, was man kennt. Wir wüssten nicht mehr, wie das Leben ohne Internet sei, aber das Leben ohne Kinder und voller Planung und Selbstkontrolle. Bei 29, keine Kinder, dafür aber LTE und High-Speed-Anschluss; iCalendar und Offline-Kalender, weiß ich, wovon sie spricht.

In Ländern wie China dagegen erlebt man einen Kinderschock: So viele junge Paare, Großeltern mit Enkeln und Kleinfamilien habe ich selten gesehen. Man könnte sagen, Kinder sind hier Fame, wie Seyboldt schon am Beispiel von Zuckerberg und seiner chinesischstämmigen Gattin Chan zusammenzählte: „Internet plus Baby ist gleich Fame.“

„Generation What“ ist aber auch, auf den Zahn fühlen mit öffentlich-rechtlichem Mundspülgeschmack. Seit Anfang April ist die Umfrage online, die Antworten zu Zukunft, Sexualität oder Gleichberechtigung sucht. Knapp 700.000 Mal wurde sie von jungen Menschen aus knapp 30 europäischen Ländern ausgefüllt. Ob es eine Studie ist, die große Neuigkeiten darüber serviert, wie Deutschland (und Europa) denkt, bleibt abzuwarten. Einen süßen Vorgeschmack liefern die Zwischenergebnisse und Videos der 21 Themenbereiche wie „Ok mit Mama und Papa?“. So verleiht der Genuss der Video-Sex-Umfrage „nicht jugendfrei“ ein Dr. Sommer-Gefühl und manchmal entlocken die Redaktionen der Teilnehmer sogar ein fragendes Wo-stehe-ich-selbst? – denn das ist oft gar nicht so leicht.  

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