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Liebe, Sex und Wir

Katrin Rönicke
Autorin und Podcasterin
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piqer: Katrin Rönicke
Mittwoch, 15.06.2016

"Ich fühle mich arm an Berührung"

Kuschelparties - Leute, die sich treffen, um einander ohne jede sexuelle Konnotation zu berühren. Seit jeher eine Idee, die ich einerseits charmant finde, andererseits aber auch traurig. Denn dass es Kuschelparties gibt, dass es eine ganze Bewegung gibt, die auf der anderen Seite des Großen Teichs vor Jahren gestartet wurde, zeigt: Vielen Menschen mangelt es an Wärme, Kuscheln, Nähe. 

Nicht selten suchen sie dann andere - auf Parties, in Bars, auf Tinder, doch was viele nicht zu denken wagen: dass es auch Berührung und Nähe geben könnte, ohne sexuell werden zu müssen. Freunde, mit denen wir regelmäßig kuscheln - das haben die Wenigsten von uns. In manchen Szenen ist es vielleicht üblich, unter Einnahme von enthemmenden Substanzen bei einer "After Hour" kuschelnd herumzuliegen. Und beste Freundinnen teilen auch gerne mal Küsschen aus - miteinander, denn unter Frauen darf es auch gefühlvoller zugehen, körperlicher. Doch vielen Männern ist dieses Privileg nicht gegönnt. Deswegen also Orte, an denen ganz legitim und mit klaren Regeln - keine erogenen Zonen! - gekuschelt werden kann. 

Marlene Mengue hat sich im Selbstversuch auf so eine Kuschelparty begeben und beschreibt, wie einerseits Gefühle wie Wonne und Warmherzigkeit dort entstehen, andererseits aber auch nicht jede Berührung super angenehm ist und die Fluchtdistanz, die wir ansonsten zu fremden Menschen wahren würden, auch eine Rolle spielt...

"Ich fühle mich arm an Berührung"
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