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Klima und Wandel

Wie die Klimakrise die Nahrungsmittelsicherheit bedroht

Daniela Becker
Autorin

"Wie kann die Klimakrise gelöst werden?" ist die Frage, die mich am meisten beschäftigt. Ich bin Mitglied von RiffReporter, einem Autorenkollektiv und einer Genossenschaft für freien Journalismus.

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Daniela BeckerSamstag, 14.05.2022
Eigentlich wollte Indien in diesem Jahr eine Rekordmenge von rund zehn Millionen Tonnen Weizen auf dem Weltmarkt verkaufen. Eine ungewöhnlich frühe Hitzewelle mit Temperaturen von weit mehr als 40 Grad in Indien hatte zuletzt aber die Sorge vor einer Missernte geschürt.

Indien hat ein sofortiges Weizen-Ausfuhrverbot verhängt und damit die wegen des Russland-Kriegs herrschende Sorge vor drohenden Hungerkatastrophen in der Welt weiter angefacht. Denn die Ukraine kann leider nicht exportieren, wie geplant, weil sie überfallen wurde. Knapp 25 Millionen Tonnen schon geerntetes Getreide können nach Schätzungen nicht aus dem Land gebracht werden.

Mit dem Exportverbot sollten Preissteigerungen im eigenen Land eingedämmt werden, teilte Indien mit. Das Land ist der zweitgrößte Weizenproduzenten.

Bis vor kurzem wurde man als Doomer und Aktivist bezeichnet, wenn man vor solchen Szenarien gewarnt hat. Nahrungsmittelsicherheit ist von Klimakrise selbstverständlich bedroht, davor warnen Wissenschaftler schon lange. 

Durch Klimakrise ausgelöste Naturkatastrophen in Kombination mit durch Krieg und Pandemie zusammenbrechende Lieferketten können sich zu verheerenden Kaskadeneffekte aufschaukeln.

Agrarminister Cem Özdemir (Grüne) hat den indischen Exportstopp für Weizen scharf kritisiert. „Wir haben alle miteinander, gerade die großen Exportnationen, auch eine Verantwortung für den Rest der Welt“, sagte er in Stuttgart nach Abschluss des Treffens mit seinen Amtskollegen der G7-Industriestaatengruppe.

Indien soll also anscheinend seine Versorgung zurückstellen zugunsten des Gemeinwohls der Welt. Ein schöner Gedanken. Wenn man das aber als Minister eines Landes sagt, dass nach wie vor Öl- und Gas aus Russland importiert sowie Benzin und Gas subventioniert, weil man seiner eigenen Bevölkerung und Wirtschaft so gar nichts zumuten möchte, klingt das in meinen Ohren doch etwas schief.

Wie die Klimakrise die Nahrungsmittelsicherheit bedroht

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Kommentare 1
  1. Dominik Lenné
    Dominik Lenné · vor 5 Monaten

    Das Exportverbot ist nationaler Egoismus und sorgt wahrscheinlich für weitere Preiserhöhung auf dem Weltmarkt. Die Industriestaaten werden dadurch kaum geschädigt, höchstens finanziell ein Bisschen, weil die sich immer genug Nahrungsmittel leisten können. Geschädigt werden die Armen im Rest der Welt. Also mindestens fragwürdig, der Move.
    Im Übrigen finde ich, dass man, auch wenn man selbst Fehler macht, Dinge kritisieren darf, die falsch sind. Kaum jemand macht keine Fehler. Man muss sich natürlich gefallen lassen, dass einem seine Fehler vorgehalten werden. Das hat aber erstmal keine Bedeutung für die Frage, ob der indische Weizenexportstopp gut oder schlecht für die Welt ist.
    Im größeren Bild ist das allerdings ein unübersehbares Zeichen an der Wand. Einer Wand, die schon fast vollgeschrieben ist mit unübersehbaren Zeichen. Die Konsequenz für uns ist: politisch und individuell die Dekarbonisierung vorantreiben. Und so blöde das klingt: Entwicklungshilfe durch Unterstützung von Bildung und Ausbildung in den ärmeren Ländern.

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