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Klima und Wandel

Nick Reimer
diplomierter Energie- und Umweltverfahrenstechniker, Wirtschaftsjournalist und Bücherschreiber
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piqer: Nick Reimer
Dienstag, 24.07.2018

Wie die Erderwärmung für diesen Hitzesommer sorgt

Rekord-Hitzewelle im Norden: Im schwedischen Dorf Kvikkjokk am Polarkreis in Lappland wurden gerade 32,5 Grad Celsius gemessen, die höchste dort je registrierte Lufttemperatur. Auch in den benachbarten Regionen Norwegens und Finnlands wurden Rekorde verzeichnet, wobei dort das Thermometer an einigen Messstationen noch höher kletterte. Überall in Schweden sind in den vergangenen zwei Wochen Waldbrände aufgeflammt. Zwischen 50 und 90 Feuer wurden täglich registriert, eine Handvoll ist mittlerweile "außer Kontrolle".

Derartige Wetterextreme werden sich im Zuge der Erderwärmung häufen: Die aktuelle Hitzewelle ist Ergebnis einer seit Mai über Nordeuropa vorherrschenden Hochdrucklage, von der die Meteorologen erwarten, dass sie noch bis in den August hinein vorherrschen wird. Wolfgang Pomrehn schreibt auf Telepolis:

Die Stabilität dieser Wetterlage ist wiederum ein Ergebnis ungewöhnlich stabiler Höhenwinde. Für gewöhnlich mäandern die Höhenwinde in den gemäßigten Breiten um den Globus. Durch die Abschwächung des Temperaturkontrastes zwischen der Arktis und den südlicheren Zonen wandern diese Bänder aber weniger, sondern stehen länger auf der Stelle. Das Ergebnis sind ausgesprochene Hitze- und manchmal auch Kältewellen, je nachdem, wie die Windbänder gerade liegen.

Extremhitze auch in Griechenland: Bei Waldbränden sind bereits 50 Menschen getötet worden. Im deutschen Nordosten müssen Bauern ihr Vieh notschlachten, weil es zu wenig Futter gibt. Der Potsdamer Klimaforscher Peter Hoffmann erklärt in den Potsdamer Neuesten Nachrichten:

Unter dem Klimawandel verstärken sich zwei Tendenzen: dass wir zum einen Wetterlagen haben, die ortsfest länger verweilen können, und so entweder Hitze und Trockenheit begünstigen. Oder zum anderen Starkregenereignisse, die nicht nur lokal fallen, und am Ende auch ein Risiko für Hochwasser schaffen.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnt, dass in Deutschland Spezialisten und Ausrüstung zur Waldbrandbekämpfung fehlen.

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