Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Klima und Wandel

Nick Reimer
diplomierter Energie- und Umweltverfahrenstechniker, Wirtschaftsjournalist und Bücherschreiber
Zum piqer-Profil
piqer: Nick Reimer
Sonntag, 01.11.2015

Wie die Alpengemeinden betrügen: Ein krasser Fall von Greenwashing

Ein Beispiel aus dem Kapitel „Wie betrüge ich meine Nachbarn?“ Die Allianz der Alpengemeinden hat eine Erklärung an die Klimadiplomaten vor dem Klimagipfel in Paris verabschiedet, in der sie von den Delegierten der COP 21 „anspruchsvolle Klimaziele, die wirksame Maßnahmen in den Gemeinden möglich machen“, fordert. Dabei verweigern die Gemeinden der Alpen seit Jahrzehnten selbst jegliche „wirksame Maßnahmen": Die Schweizer Gemeinden lagen 2010 um 2,2 Prozent über dem, was ihre Klimadiplomaten 1997 im Kyoto-Protokoll als Senkung ihrer Emissionen zugesagt hatten, die Gemeinden aus Österreich sogar um 8,2 Prozent. Die deutschen Alpengemeinden stehen nur deshalb besser da, weil der Zusammenbruch der DDR-Wirtschaft das deutsche Klimaziel erreichbar gemacht hat.

Ein Grund für das Steigen ihrer Emissionen ist die Aufrüstung der Skigebiete mit Schnee-Kanonen: Mittlerweile wird in den Alpen eine Fläche von 54.000 Hektar künstlich beschneit, was etwa der Fläche des Bodensees entspricht. Eine extrem wasser- und energieintensive Angelegenheit: Dem Text zu Folge sind 13,5 Milliarden Kilowattstunden Strom notwendig, so viel Strom, wie die deutschen Braunkohlekraftwerke 2014 binnen eines Monats erzeugten – bekanntlich die Klimakiller par excellence. 13,5 Millionen Kilowattstunden fürs Skivergnügen – das sind 4 Millionen Kilowattstunden mehr, als ganz Sambia mit seinen 16 Millionen Einwohnern pro Jahr zur Verfügung stehen.

Taktik des Aufrufs der Gemeinden in den Alpen ist augenscheinlich: Wenn ich schon selbst jeglichen Klimaschutz verweigere, dann fordere ich von den anderen mehr zu tun. Erstens verschleiert dass das eigene Nichtstun, zweitens sind die Alpen ja tatsächlich bereits heute besonders von der Erderwärmung betroffen. Nie war die Gletscherschmelze rasanter als in diesem Jahr. Anstatt selbst etwas dagegen zu unternehmen, wollen die Gemeinden der Alpen ihren „way of Ski-Zirkus“ aber einfach beibehalten. Motto: Sollen die in Sambia doch mal mit dem Klimaschutz beginnen.

Wie die Alpengemeinden betrügen: Ein krasser Fall von Greenwashing
8,3
4 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Klima und Wandel als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer Kuratoren als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in iTunes:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.