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Klima und Wandel

Wie der Klimawandel unsere Gesundheit angreift

Nick Reimer
diplomierter Energie- und Umweltverfahrenstechniker, Wirtschaftsjournalist und Bücherschreiber
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Nick ReimerMittwoch, 12.05.2021

Wir Menschen sind – physikalisch betrachtet – nichts anderes als Wärmekraftmaschinen. Die Betriebstemperatur liegt ziemlich konstant bei 37 Grad Celsius, mehr oder weniger sorgen für Unwohlsein, Gefahr und Krankheit. Dummerweise entsteht im menschlichen Körper ständig Abwärme – bei jeder Muskelbewegung, beim Atmen, beim Denken. Wird es der "Wärmekraftmaschine" zu kalt, beginnt sie zu zittern, schnelle Muskelkontraktionen erzeugen Wärme. Wird es ihr zu warm, hilft sich der Körper mit Schwitzen. 

Mex M. zieht jetzt deshalb vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Der Grund: Der Österreicher sieht seine Grundrechte auf Leben und Gesundheit nicht adäquat durch die Klimaschutzmaßnahmen seines Landes geschützt. Denn klar ist, dass es in Mitteleuropa immer wärmer wird, bis zum Jahr 2050 steigt die Temperatur um 2 Grad an – verglichen mit dem vorindustriellen Niveau. Der 40jährige ist an einer temperaturabhängigen Form von Multipler Sklerose erkrankt: „DieTemperaturen da draußen haben echte Auswirkungen auf mich. Ab 25° C sitze ich im Rollstuhl."

Mex gehört heute zu einer Minderheit, aber zu einer, die der Mehrheit zeigt, was auf sie zukommt: „Twenty-Seven Ways a Heat Wave CanKill You" ist ein Report überschrieben, den US-Mediziner im Jahr 2017 veröffentlichten. Darin zählten sie mehr als zwei Dutzend physiologische Mechanismen auf, durch die eine zu hohe Umgebungstemperatur zur tödlichen Gefahr für den menschlichen Körper werden kann. Das Portfolio reicht von Blutgerinnseln und beschädigten Zellen, in die Giftstoffe eindringen, bis hin zur mangelnder Versorgung von Herz, Leber, Niere oder Hirn mit Sauerstoff, was letztlich zu Organversagen führen kann

"Während einer Hitzewelle zu sterben ist wie ein Horrorfilm mit 27 schlechten Enden, von denen man sich eines aussuchen kann«, kommentierte Hauptautor Camilo Mora von der University of Hawaii. Zwar seien Kranke, Alte und Kinder besonders betroffen – aber bei großer Hitze geraten schnell auch junge, leistungsstarke Menschen in Gefahr: Bei der Leichtathletik-WM in Katar kollabierten 2019 nacheinander 28 Marathonläuferinnen, mehr als ein Drittel des gesamten Starterfeldes. Dabei herrschten damals "nur" 32,7 Grad Celsius, allerdings bei 73,3 Prozent Luftfeuchte.

Um sich die Probleme vorzustellen, die auf Deutschland in schon 30 Jahren zukommen, kann man den Sommer 2003 betrachten: Im Jahr 2050 sind solche Sommer dann ziemlich normal (und könnten Ende des Jahrhunderts sogar als eher kühl wahrgenommen werden) – und auf diese neuen Normaltemperaturen kommen dann noch Ausschläge nach oben hinzu, auf vielleicht 45 Grad Celsius oder gar noch mehr. Daniela Becker buchstabiert im gepiqden Text sehr gut aus, was das für uns bedeutet. 
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