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Klima und Wandel

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin
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piqer: Daniela Becker
Freitag, 03.11.2017

Wie Bitcoin den Klimawandel befeuert

Die virtuelle Währung Bitcoin wirft zahlreiche sicherheitstechnische und rechtliche Fragen auf und nicht zuletzt kann man sie auch wegen ihres Energieverbrauchs als fragwürdig einstufen.

Klar, jede Tätigkeit am Computer verbraucht Energie. Allein eine Anfrage bei Google kostet rechnerisch etwa vier Watt Strom pro Stunde (was umgerechnet zwei Gramm CO2-Ausstoß entspricht). Der Energieverbrauch, um Rechenzentren und Server zu kühlen ist weltweit immens.

Und dazu trägt Bitcoin in wirklich atemberaubendem Ausmaß bei, wie dieser Text von „Motherboard“ schön aufdröselt. Denn: Neue Einheiten des Kryptogeldes werden nach und nach durch das sogenannte Mining (zu Deutsch: schürfen) erzeugt. Das macht die Währung für viele so attraktiv: Die Bitcoin-Teilnehmer schaffen ihre Geld selbst und zwar „nur“ durch die Aufwendung von Rechenleistung. Aus Klimaschutz-Gesichtspunkten kommt dieses „nur“ aber zu einem hohen Preis.

Put another way, global Bitcoin mining represents a minimum of 77KWh of energy consumed per Bitcoin transaction. Even as an unrealistic lower boundary, this figure is high: As senior economist Teunis Brosens from Dutch bank ING wrote, it's enough to power his own home in the Netherlands for nearly two weeks.

Durch die Gerüchte Amazon könnte die Währung als Zahlungsmittel zulassen, wird der Hype um Bitcoin weiter angeheizt. Und damit auch das Klima. 

Wie Bitcoin den Klimawandel befeuert
8,6
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Kommentare 4
  1. Nils Puskeppelies
    Nils Puskeppelies · vor etwa einem Monat

    Übrigens, falls jemand lieber in deutsch lesen möchte, ein ähnlicher Artikel; selbe Online-Zeitung, selber Autor, 3 Wochen älter (etwas andere Vergleiche, z.B. den Vergleich mit der Energieeffizienz von Visa-Kredit Karten)
    motherboard.vice.com/de/articl...

    1. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor etwa einem Monat

      Danke für den Hinweis. Der Text ist ja sogar schon von 2015, also alles schon lange bekannt...

  2. Moritz Orendt
    Moritz Orendt · vor etwa einem Monat

    Die Lösung ist einfach: Rechenpower per CO2-freien Strom anzutreiben. Goole zumindest investiert ja auch stark in diesen Bereich.

    Aber klar, momentan wird dadurch viel CO2 freigesetzt.

    1. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor etwa einem Monat

      Finde nicht, dass das so einfach ist. Es ist eine extrem große Herausforderung, das Energiesystem auf Erneuerbare + ausreichend Speicher auszubauen. Ohne Energieeffizienzmaßnahmen wird das nicht gehen. Und dazu gehört, zu hinterfragen, welche Dinge gesellschaftlich relevant sind und welche nicht.