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Klima und Wandel

Was die Klimakrise für uns Deutsche bedeutet

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin

"Wie kann die Klimakrise gelöst werden?" ist die Frage, die mich beruflich am meisten beschäftigt. Ich bin Mitglied von RiffReporter, einem Autorenkollektiv und einer Genossenschaft für freien Journalismus.

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Daniela BeckerMontag, 17.05.2021

1990 war ich 12 Jahre alt, die Mauer war gerade gefallen. Das ist ewig lange her – und was ist seither nicht alles passiert: Die erste weibliche deutsche Kanzlerin, Atomausstieg, Strom aus Solarenergie, Smartphones, Facebook und Twitter, Digitalisierung…

1990 ist ewig her und doch fühlt es sich oft noch sehr nah an. 2050 ist das Jahr bis die EU klimaneutral sein möchte – sein muss. Klingt total weit weg, oder? Es sind aber nur noch 29 Jahre – etwa solange wie 1990 her ist.

Mit-Piqer Nick Reimer hat gemeinsam mit dem Journalisten Toralf Staud ein Buch geschrieben, mit dem sie diese ferne und abstrakte Zukunft nah heranholen: "Deutschland 2050" erzählt, wie der Klimawandel unser Leben und unseren deutschen Alltag verändern wird. (Leseprobe hier)

Ich habe einen Talk mit Nick gepiqd, in dem er anschaulich erklärt, warum Toralf Staud und er das Buch schrieben haben. Es ging ihnen darum, die psychologische Distanz zum Klimawandel überbücken. „Mit mir hat das eigentlich nichts zu tun“ sei immer noch das vorherrschende Gefühl bei vielen Menschen, wenn sie über Klimawandel nachdenken. Unsere Entscheidung heute werden das Leben ab 2050 aber enorm beeinflussen. Diese Distanz können wir uns, aber vor allem für die nachfolgenden Generationen nicht leisten.

Nick sagt, ein Grund für diese psychologische Distanz sei Wissenschaftssprache. Ihm sei es darum gegangen, Sprache so zu übersetzen, dass auch „normale Menschen“ sie verstehen.

Moderatorin Marija Bakker: Ich habe die Sehnsucht rausgehört, dass mal jemand sagt „Leute, die Hütte brennt“.

Nick Reimer: „Ich glaube, das macht die Wissenschaft. Ständig sogar. Aber sie macht das eben in ihrer Sprache. Die wird von Politik oder Wählern bisweilen nicht verstanden.

Was also gilt es zu verstehen?

Nick Reimer: „Wir werden unser schönes gemäßigtes Leben so nicht wieder finden. Es wird unruhiger. Das was wir als Erfahrungswissen haben - zum Beispiel „Bauernregeln“ - werden keinen Bestand mehr haben.

Dinge, die heute für uns selbstverständlich sind, wie jederzeit Zugang zu Wasser könnte nicht mehr selbstverständlich sein. Baden in der Ostsee? Vielleicht lieber nicht. Im Sommer könnte sie von lebensgefährlichen Vibrio-Bakterien bevölkert sein.

Fazit: Ein interessantes, unangenehmes und aufrüttelndes Buch in klarer Sprache und ein interessantes Gespräch zwischen Nick und Moderatorin Marija Bakker.

(Offenlegung: Ich habe das Buch kostenfrei als Belegexemplar erhalten und kenne sowohl Nick als auch Toralf aus der Zusammenarbeit, da die Klimajournalisten-Szene bis vor zwei Jahren nicht besonders groß war.)

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