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Klima und Wandel

Ralph Diermann
Energiejournalist

Strom und Wärme – das sind meine Themen. Ich arbeite seit 2007 als freier Energiejournalist u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, die Neue Zürcher Zeitung und Technology Review.

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piqer: Ralph Diermann
Donnerstag, 17.08.2017

Warum wir endlich über Negative Emissionen sprechen müssen

Der Begriff ist sperrig und spröde, hat sich aber etabliert unter Klimaforschern – wohl mangels Alternative: Negative Emissionen meint, CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen, um es dann dauerhaft unterirdisch zu lagern, etwa in ehemaligen Erdgas-Förderstätten. Viele Wissenschaftler sind überzeugt, dass es ohne dieses Instrument nicht gelingen wird, das Zwei-Grad-Ziel einzuhalten. Denn selbst wenn die Menschen von heute auf morgen keinerlei CO2 mehr ausstoßen würden, stiege die globale Temperatur laut einer neuen Studie allein wegen der Emissionen der Vergangenheit bis 2100 um 1,1 Prozent an. Eine drastische Reduktion des CO2-Ausstoßes wird also nicht genügen, um den Klimawandel im Rahmen zu halten.

Die FAZ fragt nun, warum negative Emissionen in Politik, Wirtschaft und Medien trotz ihrer großen Bedeutung für den Klimaschutz nur ein Randthema sind. Dabei wird deutlich: Es ist höchste Zeit, eine breite Debatte zu starten über mögliche Technologien und Konzepte, über Risiken sowie die nötigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – schon allein, weil sich negative Emissionen nur in enger internationaler Zusammenarbeit erzielen lassen.

Warum wir endlich über Negative Emissionen sprechen müssen
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Kommentare 3
  1. Daniela Becker
    Daniela Becker · vor 8 Monaten

    Ich denke, ein wesentlicher Grund dafür ist, dass CCS anfangs gerade unter Umweltschützern erheblich umstritten war (ist?). Ich muss zugeben, dass ich hier im Laufe der Zeit auch meine Meinung geändert habe, da es ohne CO2-Entzug aus der Atmosphäre und Speicherung wohl wirklich nicht gehen wird. Die Frage, wie und wo das CO2 dann langfristig gespeichert werden soll ist aber halt nach wie vor keine triviale.

    1. Ralph Diermann
      Ralph Diermann · vor 8 Monaten

      Umso wichtiger, sich so schnell wie möglich Gedanken darüber zu machen, ob und wenn ja wie CCS umgesetzt werden könnte.
      Ich glaube, dass Umweltschützer deshalb lange gegen CCS waren, weil sie fürchteten, dass CCS als eine Art Freibrief für weitere CO2-Emissionen verstanden würde. Aber über den Punkt sind wir ja (zumindest außerhalb der USA) hinweg.

    2. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor 8 Monaten

      @Ralph Diermann Ja, das ist sicher ein Grund. Ein weiterer: Bzgl. der Speicherung sind zum Teil abenteuerliche Vorschläge im Umlauf die ein recht großes Fragezeichen hinter die Machbarkeit und Sicherheit setzen.