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Klima und Wandel

Warum Kurzstreckenflüge besonders klimaschädlich sind

Ralph Diermann
Energiejournalist

Strom, Wärme und Mobilität – das sind meine Themen. Ich arbeite seit 2008 als freier Energiejournalist u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, die Neue Zürcher Zeitung sowie für einige Fachzeitschriften.

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Ralph DiermannFreitag, 21.05.2021

Seit gut zwei Jahren ist die neue Schnellbahntrasse zwischen Berlin und München nun in Betrieb; die Reisedauer hat sich damit auf rund 4,5 Stunden verkürzt. Mit dem Sprinter sind es gar nur vier Stunden. Die Reise mit dem Flugzeug dauert ähnlich lange, wenn man ehrlich rechnet, also inklusive der Fahrt zum und vom Flughafen. Da die Zugtickets nicht wirklich teurer sind als der Flug, oft sogar noch günstiger – warum da noch fliegen?

Die Strecke zwischen Berlin und München zeigt, dass sich auf Kurzstreckenflüge problemlos verzichten lässt, wenn die Bahn-Alternative attraktiv genug ist. In den letzten Wochen haben mehrere Politiker gefordert, Kurzstreckenflüge zu verbieten. Was das für das Klima bringen würde, stellt nun Susanne Götze im Spiegel dar. Nach CO2-Ausstoß, Energieeffizienz und Ressourcenverbrauch schneide der kurze Flug extrem schlecht ab, zitiert sie den Mobilitätsforscher Stefan Gössling von der Universität Lund. Denn beim Starten und Landen werde am meisten Kerosin verbraucht. Damit ist der Treibhausgas-Ausstoß pro Kilometer umso höher, je kürzer die Strecke ist. Zudem hält Gössling die Klimawirkung des Flugverkehrs generell für höher als gemeinhin angenommen, da Emissionen auf Flughöhe deutlich stärker zur Aufheizung der Atmosphäre beitragen als solche am Erdboden.

Götze macht aber auch deutlich, dass noch viel passieren muss, um den Zug zu einer echten Alternative werden zu lassen – die Voraussetzung für ein Verbot von Kurzstreckenflügen. Immerhin will die Deutsche Bahn bis 2030 insgesamt 170 Milliarden Euro investieren, um 30 Großstädte im 30-Minuten-Takt miteinander zu verbinden.

Warum Kurzstreckenflüge besonders klimaschädlich sind

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Kommentare 2
  1. Dominik Lenné
    Dominik Lenné · vor einem Jahr

    Es gibt auch noch eine andere Variable: die Anspruchshaltung der Passagiere. Natürlich ist es schön, in ein paar Stunden ganz woanders sein zu können und das noch für billig Geld. Die Frage ist nur: Ist so ein Anspruch noch zeitgemäß? Ich meine Nein. Höher, schneller, weiter geht dem Ende zu. Auch ein ICE verbrät umso mehr Energie je Kilometer, je schneller er fährt. Es gibt sicherlich viele, die dem nicht zustimmen würden. Aber ich denke, global gesehen gibt es wichtigeres als zwei "gesparte" Stunden auf einer Reise.

  2. Hristio Boytchev
    Hristio Boytchev · vor einem Jahr

    Als Ergänzung sind vielleicht diese Stücke interessant. Berlin-München könnte auch theoretisch 2,5 statt 4,5 Stunden dauern mit dem Zug. Dann würde niemand ernsthaft an einen Flug denken. Doch wahre Hochgeschwindigkeitsverbindungen wollte man bisher hierzulande offenbar nicht ernsthaft.
    https://www.spiegel.de...
    https://www.spiegel.de...

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