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Klima und Wandel

Ralph Diermann
Energiejournalist

Strom, Wärme und Mobilität – das sind meine Themen. Ich arbeite seit 2008 als freier Energiejournalist u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, die Neue Zürcher Zeitung und Technology Review.

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piqer: Ralph Diermann
Freitag, 02.06.2017

Warum der Rückzug der USA vom Pariser Abkommen dem globalen Klimaschutz nützt

Die meisten Kommentatoren sehen in der Abkehr der USA vom Pariser Abkommen einen herben Rückschlag für den Klimaschutz. Doch es gibt auch Experten, die überzeugt sind, dass Trumps Entscheidung dem globalen Klimaschutz mehr dient als ein Bekenntnis zum Vertrag. Einige dieser Argumente hat die Washington Post jetzt zusammengefasst – verbunden mit dem Hinweis, dass es sich hier um Meinungen einer Minderheit handelt.

  • Das Pariser Abkommen setzt darauf, dass der Druck der Gemeinschaft die Staaten zum Klimaschutz zwingt. Würden die USA im Abkommen bleiben, dem aber keine Taten folgen lassen, könnten sie diesen Mechanismus beschädigen.
  • Würden die USA auf eine Kündigung verzichten, könnten sie den Vertrag von innen aushöhlen – die Regierung könnte die anstehenden Entscheidungen sabotieren oder verzögern.
  • Die große Mehrheit der US-Bürger ist für das Pariser Abkommen. Trumps Entscheidung könnte dazu führen, dass die Bürger Druck auf die Regierung ausüben, mehr für den Klimaschutz zu tun. Würden die USA bleiben, hätten die Bürger womöglich den Eindruck, die Regierung engagiere sich ausreichend gegen die Erderwärmung.
  • Es ist nicht zu befürchten, dass andere große Staaten dem Beispiel der USA folgen werden. Die aktuelle Entwicklung weist in die entgegengesetzte Richtung: China und Indien scheinen ihre Klimaschutzziele zu übertreffen.
Warum der Rückzug der USA vom Pariser Abkommen dem globalen Klimaschutz nützt
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Kommentare 2
  1. Dirk Liesemer
    Dirk Liesemer · Erstellt vor etwa 2 Jahren ·

    Ist es nicht zudem so, dass Klimapolitik in den USA vor allem von den Bundesstaaten, etwa Kalifornien, durchgesetzt wird?

    1. Ralph Diermann
      Ralph Diermann · Erstellt vor etwa 2 Jahren ·

      Ja, genau. Kalifornien und New York zum Beispiel haben angekündigt, auf Kurs zu bleiben. Allerdings erwähnt der Washington-Post-Artikel das nicht.

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