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Klima und Wandel

Vom Wahlrecht für Hunde und Sumpf auf den Dächern

Ralph Diermann
Energiejournalist

Strom, Wärme und Mobilität – das sind meine Themen. Ich arbeite seit 2008 als freier Energiejournalist u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, die Neue Zürcher Zeitung sowie für einige Fachzeitschriften.

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Ralph DiermannFreitag, 27.05.2022

Carolyn Christov-Bakargiev, künstlerische Leiterin der documenta von 2012, hat damals mit einer interessanten These für Aufregung gesorgt: Hunden und Erdbeeren gehöre die Welt nicht weniger als den Menschen. Daher sei zu diskutieren, „wie eine Erdbeere ihre politische Intention vorbringen kann“, so Christov-Bakargiev.

Diese Diskussion findet derzeit in der Architektur ihre Fortsetzung. So hat die Fachzeitschrift Arch+ jetzt eine "Allgemeine Deklaration der Organismenrechte" veröffentlicht, die auch die politische Repräsentation sämtlicher Spezies bis runter zu den Bakterien verlangt, wie der SZ-Autor Peter Richter berichtet.

Das Manifest ist Teil einer Arch+-Themenschwerpunkts zur „Architektur der Cohabitation“. Dieser Begriff meint eine "von Menschen errichtete Architektur", "die nicht-menschliche Tiere nicht tötet, verletzt, ihrer Freiheit beraubt oder ihnen auf andere Art Schaden zufügt". Sie solle diese vielmehr "aktiv zur Nutzung" einladen und biete so am Ende "Kontakträume für die Begegnung von nicht-menschlichen Tieren und Menschen". Wie das in der Praxis aussehen könnte, zeigt eine Ausstellung im Berliner Schau Fenster (noch bis 5. Juni).

Richter nimmt die Arch+-Ausgabe und die Ausstellung als Beleg dafür, dass der Diskurs über den Umgang mit Tieren zusehends moralischer werde. „Ob man Tiere nutzen, essen, in seiner Wohnung halten oder sie vielmehr da strikt heraushalten mag, ist keine private Angelegenheit mehr, sondern eine politische“, schreibt er. Das gilt umso mehr mit Blick auf den Klimaschutz, trägt die Viehhaltung doch wesentlich zur Erderwärmung bei.

Ästhetisch gesehen hat die architektonische Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse „nicht-menschlicher Tiere“ durchaus ihren Reiz, meint Richter. Er verweist unter anderem auf ein vogelfreundliches Hochhaus in Chicago sowie auf ein in der Ausstellung präsentiertes Hausdach, auf dem eine Sumpflandschaft angelegt ist (was auch dem Klimaschutz dient, weil Moore viel CO2 speichern). Hübsche Schlusspointe von Richter: Er freut sich über die vielen Behausungen für Vögel und Fledermäuse, die in Berlin gezeigt werden – sie erinnern ihn

„an den rauen Minimalismus von Eigenheimen oder Museumsbauten aus klassischem, energieintensivem, aber halt immer auch sehr schönem Midcentury-style-Sichtbeton.“

Vom Wahlrecht für Hunde und Sumpf auf den Dächern

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