Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Klima und Wandel

Ralph Diermann
Energiejournalist

Strom, Wärme und Mobilität – das sind meine Themen. Ich arbeite seit 2008 als freier Energiejournalist u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, die Neue Zürcher Zeitung und Technology Review.

Zum piqer-Profil
piqer: Ralph Diermann
Mittwoch, 06.11.2019

Versorger schreiben mit Kohlekraftwerken rote Zahlen

Kürzlich verkündete der Energie-Branchenverband BDEW eine gute Nachricht: Die Energiewirtschaft wird ihr Klimaziel für 2020 wohl deutlich übertreffen. Grund dafür ist vor allem, dass die Kohlekraftwerke immer weniger Strom liefern. Ihnen macht die Konkurrenz durch die erneuerbaren Energien und durch Gaskraftwerke (die von billigem Erdgas profitieren) sowie der gestiegene CO2-Preis zu schaffen.

Das auf EU-Themen spezialisierte Portal Euractiv meldet nun, dass die europäischen Versorger mit ihren Kohlekraftwerken derzeit sogar richtig Geld verlieren – laut einer Studie des britischen Think Tank Carbon Tracker insgesamt 6,6 Milliarden Euro allein in diesem Jahr. Davon entfielen 1,9 Milliarden Euro auf Deutschland. Carbon Tracker prognostiziert, dass spätestens 2030 in Europa das letzte Kohlekraftwerk vom Netz gehen wird.

Diese Zahlen sind brisant, weil RWE-Chef Rolf Martin Schmitz im Frühjahr eine Entschädigung von bis zu 1,5 Milliarden Euro pro Gigawatt Braunkohleleistung dafür fordert, Anlagen im Zuge des Kohlekompromisses vorzeitig vom Netz zu nehmen. Warum aber sollte der Staat eine Entschädigung zahlen für etwas, mit dem die Unternehmen schon heute Geld verlieren?

Allerdings bezweifeln die Kraftwerksbetreiber die Ergebnisse von Carbon Tracker, wie Euractiv auch deutlich macht. So verweist Uniper darauf, dass die Hälfte des Kohlestroms per Termingeschäft verkauft worden sei – zu mutmaßlich höheren Preisen. RWE betont zudem, dass sich die Ertragslage der Kohlekraftwerke mit dem Abschalten einiger Anlagen sowie dem Atomausstieg in den nächsten Jahren bessern werde.

Versorger schreiben mit Kohlekraftwerken rote Zahlen
9
8 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Kommentare 2
  1. Felix TheC
    Felix TheC · Erstellt vor 12 Tagen ·

    Ich verstehe sowieso nicht, wieso diese Industrie dermaßen mit Samthandschuhen angefasst wird. In 2015 hatte die gesamte Braunkohleindustrie 20.000 Beschäftigte. Als letztens die Windkraftindustrie 20.000 Beschäftigten kündigen musste, hat sich die Politik dafür reichlich wenig interessiert...

  2. Nick Reimer
    Nick Reimer · Erstellt vor 12 Tagen ·

    Ich finde, wir sollten mit den Konzernen, mit den Geld- und Zukunftsabzockern, stärker ins Gericht gehen! Versorger? Ne, also mich "versorgen" die schon lange nicht mehr und ich habe die Bezeichnung "Versorger" für Kohlekonzerne deshalb auch aus meinem Wortschatz rausgestrichen. (Jadoch, manchmal unterläuft mir dieser Casus auch noch...)

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Klima und Wandel als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer Kuratoren als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in iTunes:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.