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Klima und Wandel

Ralph Diermann
Energiejournalist

Strom, Wärme und Mobilität – das sind meine Themen. Ich arbeite seit 2008 als freier Energiejournalist u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, die Neue Zürcher Zeitung und Technology Review.

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piqer: Ralph Diermann
Montag, 09.07.2018

USA: Warum es keine Kohle-Renaissance gibt – auch wenn sich Trump kräftig darum bemüht

Trump hat die Präsidentenwahl auch deshalb gewonnen, weil er den wirtschaftsschwachen Bergbau-Staaten eine Renaissance der Kohle versprochen hat. Und er hat auch einiges dafür getan, sein Versprechen einzuhalten – etwa mit der Aufhebung des Verbots, Kohlebergwerke auf bundeseigenem Land zu errichten, der Einführung von Subventionen für die Kohleindustrie (die derzeit aber aus juristischen Gründen auf Eis liegen) oder der Initiative, Obamas „Clean Power Plan“ außer Kraft zu setzen.

Allein: Die Energieversorger wollen gar nicht, wie Kathrin Werner jetzt in einer Bestandsaufnahme der Trump’schen Kohlepolitik für die Süddeutsche Zeitung berichtet. Alle fünfzehn Tage schließt ein Kohlekraftwerk, die Versorger setzten lieber auf Erdgas und Erneuerbare Energien. Auch viele Atomkraftwerke schließen. Ein Viertel der bestehenden Anlagen verdient nicht einmal genug Geld, um die Betriebskosten zu decken, zitiert Werner eine Untersuchung von Bloomberg New Energy Finance. Das Weiße Haus will nun drastisch in den Strommarkt eingreifen, um die verbleibenden Kohle- und Atommeiler zu retten.

Der Artikel zeigt sehr schön, wie sich die Verhältnisse auf dem Energiemarkt umgekehrt haben: Heute brauchen Kohle- und Atomenergie staatlichen Schutz – die erneuerbaren Energien sind (zumindest in den USA mit den vielen wind- und sonnenreichen Standorten) so günstig geworden, dass sie sich aus eigener Kraft auf dem Markt durchsetzen können.

USA: Warum es keine Kohle-Renaissance gibt – auch wenn sich Trump kräftig darum bemüht
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