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Klima und Wandel

Nick Reimer
diplomierter Energie- und Umweltverfahrenstechniker, Wirtschaftsjournalist und Bücherschreiber
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piqer: Nick Reimer

Start der 21. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention: Warum Paris nicht Kopenhagen wird

Reimund Schwarze ist Professor für Internationale Umweltökonomie an der Frankfurter Viadrina und Forscher am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig. Auf klimaretter.info erklärt er, was dafür spricht, das der heute startende Klimagipfel von Paris nicht scheitern wird: "Die Klimadiplomatie hat den Pariser Gipfel sehr gut vorbereitet. Ein Scheitern wie in Kopenhagen ist wenig wahrscheinlich."

Dann kommt natürlich das "ABER": Die Kernkonflikte zwischen Industrie- und Entwicklungsländern in Sachen Klimaschutz sind noch nicht gelöst.

Zum Einen verlangen die Entwicklungsländer mehr Finanzhilfen als die jetzt eingesammelten 64 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Langfristig wollen sie Finanzhilfen weit über die in Kopenhagen für 2020 versprochenen 100 Milliarden Hilfen hinaus. Und diese Mittel sollen ausschließlich staatliche Beihilfen seien, also nicht etwa private Investitionen oder Kredite, die zurückgezahlt werden müssen.

Zum Anderen verlangen die Geberländer eine strenge Kontrolle der Klimaschutzzusagen der Entwicklungs- und Schwellenländer durch Außenstehende. Auf ihrer Seite besteht das Misstrauen, dass die Mittel nicht zweckgebunden verwendet oder durch andere politische Maßnahmen hintergangen werden. Das wiederum empfinden die Empfängerländer – vor allem Schwellenländer wie China und Indien – als unzulässige Verletzung ihrer Souveränität.

Viel Geld der Reichen für kontrollierten Klimaschutz der Armen – und abgestuft in den Schwellenländern – ist zugleich die Lösungsformel für Paris. Deshalb drehte es sich zuletzt auf den Vorbereitungskonferenzen in Bonn auch hauptsächlich um die Geldfrage. Und dies wird auch in Paris ein entscheidender Stolperstein sein.

Start der 21. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention: Warum Paris nicht Kopenhagen wird

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