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Klima und Wandel

Nick Reimer
diplomierter Energie- und Umweltverfahrenstechniker, Wirtschaftsjournalist und Bücherschreiber
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piqer: Nick Reimer
Samstag, 26.08.2017

Passend zum Protest-WE: Deutschland ist Kohlestrom-Exportweltmeister

Protest gegen die Braunkohle: Seit einer Woche läuft das Klimacamp im Rheinland, am Freitag gab es die erste große Blockade der RWE-Kohleabbau-Infrastruktur. Unter Slogans wie "No Co2lonialism" oder "Es gibt kein Recht auf Kohlebagger fahren!" besetzten Aktivisten die Gleise zur Zufahrt des Kohlekraftwerks Neurath. Nach Aktivistenangaben wurden zudem auch der Tagebau Garzweile blockiert. Im Tagebau Inden wurden 13 Baggerbesetzer verhaftet.

Dabei soll es ja erst an diesem Wochenende so richtig heiß werden im größten deutschen Braunkohle-Abbaugebiet: Für den heutigen Samstagmittag ist etwa mit der Aktion "Rote Linie gegen Kohle" eine Menschenkette am Tagebau Hambach geplant.

Die Haupt-Forderungen der Kohle-Kritiker an RWE ist bislang nicht erfüllt: „Wenn Sie bis zum 23. August die Tagebaue und Kraftwerke nicht stilllegen, werden andere es tun", heißt es in der Videobotschaft, die das Bündnis Ende Gelände veröffentlichte.

Wie Recht sie haben, zeigt eine am Freitag veröffentlichte Studie zur deutschen Stromproduktion. Wir brauchen überhaupt keine Braunkohle mehr.  Die deutschen Stromexporte haben sich demnach in den vergangenen fünf Jahren nahezu verzehnfacht. Grund dafür ist die Überproduktion aus Kohlekraftwerken. Während 2011 nur etwa 6,3 Terawattstunden Strom exportiert wurden, sind es 2016 bereits 53,7 Terawattstunden gewesen. Diese Menge entspreche etwa der Stromerzeugung von fünf deutschen AKWs - oder eben aller Braunkohlekraftwerke in der Lausitz. Grünen-Chef Cem Özdemir:

Die Studie zeigt: Wir produzieren zu viel schmutzigen Kohlestrom, der dann auch noch die Leitungen verstopft für die sauberen erneuerbaren Energien. Für eine stabile Stromversorgung könnten wir schon jetzt auf viel mehr dreckigen Kohlestrom verzichten, als die Bundesregierung zugeben möchte.

Dankenswerterweise hat die Aachener Zeitung das Rheinische Braunkohle-Gebiet mit seinen Gruben und Perspektiven gut aufgearbeitet. Und Fakt ist nun mal: Die Braunkohle ist gestrig. Ein Auslaufmodell.

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