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Klima und Wandel

Nick Reimer
diplomierter Energie- und Umweltverfahrenstechniker, Wirtschaftsjournalist und Bücherschreiber
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piqer: Nick Reimer
Mittwoch, 18.11.2020

Naturkatastrophen: Immer mehr Tote und zu wenig Geld zur Anpassung

Es ist die schwerste Hurrikan-Saison die je über dem Atlantik gemessen wurde: Mit "Iota" ist ein Hurrikan der höchsten Kategorie 5 auf die Küste Nicaraguas getroffen, der 30. Wirbelsturm dieser Saison. "Iota" folgt der Route des Wirbelsturms "Eta", durch den vor zwei Wochen mehr als 200 Menschen in Zentralamerika ums Leben gekommen waren.

In den letzten zehn Jahren sind mehr als 410.000 Menschen bei klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben gekommen. Das geht aus dem Weltkatastrophenbericht 2020 der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) hervor, der am Dienstag in Genf veröffentlicht wurde. Stürme, Überschwemmungen, Erdrutsche, Dürre und Hitzewellen hätten demnach insgesamt rund 1,7 Milliarden Menschen getroffen, viele Opfer hätten ihr Hab und Gut verloren, seien erwerbslos geworden oder mussten aus einer zerstörten Heimat flüchten. Zoe Abrams, Chefin beim Britischen Roten Kreuz: "Die Menschen erleben die Auswirkungen der Klimakrise direkt auf ihr Leben, von Überschwemmungen in South Yorkshire Ende letzten Jahres bis hin zur ausgedehnten Hungersnot im südlichen Afrika." Klimawandel sei nicht etwas in der fernen Zukunft, sondern passiere jetzt.

Die Zahl der wetterbedingten Naturkatastrophen ist in den vergangenen 30 Jahren um 35 Prozent gestiegen. Das Rote Kreuz definiert eine Naturkatastrophe als ein nicht von Menschen verursachtes Unglück, bei dem mindestens zehn Menschen ums Leben kommen und von dem mindestens 100 weitere betroffen sind. 2019 gab es weltweit 308 Naturkatastrophen, 77 Prozent davon waren klimabedingt. Die Folge: 24.396 Tote, 97,6 Millionen Betroffene.

IFRC-Generalsekretär Jagan Chapagain erklärte, "die Welt scheitert kollektiv daran, diejenigen zu schützen, die den Klimarisiken am meisten ausgesetzt sind". Und Zoe Abrams: "Die am stärksten gefährdeten Länder sind in der Regel ärmer, und hier werden tendenziell weniger in Anpassungen und Maßnahmen zum Schutz der Menschen vor Klima- und Wetterkatastrophen investiert."

Ursprünglich sollten ab diesem Jahr jährlich mindestens 100 Milliarden Dollar aus den reichen Staaten in den globalen Süden transferiert werden, damit sich diese an ein Problem anpassen können, das sie selbst nicht verursacht haben. Die Pariser Klimakonferenz hatte 2015 die Industrieländern beauftragt, einen konkreten Fahrplan vorzulegen, wie sie das 100-Milliarden-US-Dollar-Ziel erreichen wollen. Ursprünglich sollte dies in diesem Jahr ein zentrales Thema der Weltklimakonferenz COP 26 in Großbritannien werden - aber die Welt starrt auf Corona, die COP 26 wurde verschoben. Eine Analyse zeigt, dass das 100-Milliarden-Dollar-Ziel deutlich verfehlt wird.

Naturkatastrophen: Immer mehr Tote und zu wenig Geld zur Anpassung

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