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Klima und Wandel

Ralph Diermann
Energiejournalist

Strom und Wärme – das sind meine Themen. Ich arbeite seit 2007 als freier Energiejournalist u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, die Neue Zürcher Zeitung und Technology Review.

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piqer: Ralph Diermann
Montag, 16.04.2018

Mehr Hummer, weniger Getreide: Was der Klimawandel für die Produktion von Lebensmitteln bedeutet

In Großbritannien kommt der Kabeljau für Fish’n’Chips heute nicht mehr aus heimischen Gewässern, sondern aus Island – rund um die britischen Inseln ist es dem Fisch mittlerweile zu warm. Stattdessen tummeln sich dort jetzt Sardinen und Tintenfische. Was zur Folge hat, dass ein britischer Tourist an der Costa Brava seine Paella womöglich mit Calamari bekommt, die vor Yorkshire gefangen wurden.

Der Klimawandel stellt auch die globale Erzeugung von Lebensmitteln auf den Kopf, wie Bloomberg jetzt in einem fakten- und facettenreichen, mit Karten und Grafiken unterfütterten Stück deutlich macht.

There are rich-world problems (less cod, more lobster) and poor (drought and pestilence). There are threats to the quality of the world’s basic staples including wheat and corn, as well as such nation-defining luxuries as Bordeaux wine and Java coffee. And whether through dearth or deluge, supply shocks can shake up prices.

Manche Regionen werden gewinnen – im Norden der USA oder in Osteuropa zum Beispiel werden die Getreideerträge deutlich steigen. Doch noch viel mehr werden unter dem Klimawandel leiden: Schädlinge finden bessere Lebensbedingungen, Starkregen schwemmt Böden davon, der Nährstoffgehalt von Feldfrüchten sinkt. Schlechte Ernten lassen die Preise für Grundnahrungsmittel explodieren, was die politische und soziale Stabilität vor allem in importabhängigen Staaten gefährden kann.

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