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Klima und Wandel

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin
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piqer: Daniela Becker
Montag, 22.02.2016

Masdar war als erste CO2-freie Stadt der Welt geplant. Nun droht sie zur Geisterstadt zu werden.

Pompös waren die Ankündigungen, ehrgeizig die Ziele. Unweit des Zentrums der Wüstenstadt Abu Dhabi sollte die erste komplett CO2-freie Stadt der Welt entstehen. Vor zehn Jahren begannen die Planungen des Megaprojekts, das als globaler Hub für die Clean-Tech-Industrie und Heimat für bis zu 40.000 Menschen gedacht war. Zehn Jahre später ist nur ein kleiner Teil davon realisiert; das Viertel hat rund 300 Bewohner – alles Studenten der dort ansässigen Masdar-Universität, die dort kostenfrei wohnen dürfen. Viele Investoren und Unternehmen, die sich dort ansiedeln wollten, haben sich im Zuge der internationalen Wirtschaftskrise zurückgezogen. Das bahnbrechende autonome Transportsystem, das ursprünglich rund 100 Stationen abdecken sollte, wurde eingestampft. Es gibt eine Fahrrad-Sharing-Station, obwohl Abu Dhabi gut 10 Meilen entfernt ist und es dorthin keine Fahrradwege gibt. Auch das Ziel, mit dem Quartier eine Netto-Null bei der CO2-Bilanz zu erreichen, wurde verfehlt. Der Design-Manager von Masdar hält das Projekt dennoch nicht für einen Totalausfall: „Masdar ist Teil eines evolutionären Prozess.“

Masdar war als erste CO2-freie Stadt der Welt geplant. Nun droht sie zur Geisterstadt zu werden.
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