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Klima und Wandel

Ralph Diermann
Energiejournalist
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piqer: Ralph Diermann
Mittwoch, 09.03.2016

Klimawandel als Ursache von Krieg und Flucht? Warum diese These heikel ist

Vor einem Jahr machte eine Studie US-amerikanischer Forscher Schlagzeilen: Die Wissenschaftler meinten belegen zu können, dass der Klimawandel eine große Mitschuld am Bürgerkrieg in Syrien hat. Die steigenden Temperaturen hätten zu einer anhaltenden, extremen Dürre im Land geführt, heißt es in der Studie. In der Folge seien 1,5 Millionen Menschen vom Land in die syrischen Städte gezogen. Das habe zu starken sozialen Spannungen geführt. Wer heute aus Syrien flieht, ist nach dieser Argumentation also in letzter Konsequenz ein Klimaflüchtling.

Stimmt die These? Löst der Klimawandel bereits heute Krieg und Flucht aus? Dieser Frage geht die FAZ in einem längeren, gut recherchierten Beitrag nach. Interessant ist der Text vor allem, weil er zwei heikle Punkte in dieser Debatte anspricht:

  • den Klimadeterminismus, beim dem mitunter rassistische Untertöne mitschwingen („das Klima hat wesentlichen Einfluss auf Psyche und Charakter einer Gesellschaft“)
  • Klimawandel als Entlastung totalitärer Regime von ihrer Schuld an Krieg und Vertreibung

So nahe der Kurzschluss von Klimawandel und Krieg auch liegt – der FAZ-Beitrag macht deutlich, dass die Welt etwas komplizierter ist.

Klimawandel als Ursache von Krieg und Flucht? Warum diese These heikel ist
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