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Klima und Wandel

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin
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piqer: Daniela Becker
Montag, 02.07.2018

Klimacamps: Keimzelle des Kampfs gegen die globale Erwärmung?

Klimaschutz ist zu abstrakt, als dass man ihn vermitteln kann. Und die Jugend von heute hängt nur noch auf Instagram rum, anstatt sich zu engagieren. Solche Aussagen höre ich in den verschiedensten Variationen oft, allzu oft. Blickt man in die Tagesmedien, verstärkt sich der Eindruck.

Und doch ist er falsch. Es gibt eine Menge Menschen, die sehr wohl verstanden haben, dass es so wie es läuft nicht weitergehen kann. Und die – egal ob jung oder alt – viel ihrer Zeit und Geld dafür aufwenden, um etwas zum Klimaschutz beizutragen. Sie engagieren sich gegen den Bau neuer fossiler Kraftwerke oder Fracking, sie gehen auf Demos gegen neue Startbahnen, sie radeln bei der Critical Mass, um sich für bessere Fahrradinfrastruktur einzusetzen. Sie besetzen seit sechs Jahren den Hambacher Forst, dessen Reste RWE abholzen möchte, um dort Kohle zu fördern.

Viele dieser Aktionen haben ihren Ursprung in aktivistischen Netzwerktreffen, auf die dieser Beitrag der Deutschen Welle aufmerksam macht. Europaweit gibt es über den Sommer verteilt etliche so genannte „Klimacamps“. Manche verbringen dort ihre kompletten Sommerferien oder Teile des Jahresurlaubs.

Heute, sagt der Umwelthistoriker Paul Sutter, könnte die Zeit wieder reif sein für eine neue Welle des Engagements aus der Mitte der Gesellschaft. Allerdings mit einem modernisierten Ansatz.

"Vor ein oder zwei Generationen ging es in den Protesten vor allem darum, einen bestimmten See oder Wald, oder ein Feuchtgebiet, zu retten", sagt Sutter. "Heute geht es darum, die Bedrohung durch die globale Erwärmung in Angriff zu nehmen. Dabei ist ziviles Handeln immer noch einer der wirksameren Wege, um stetigen Druck auszuüben und das Bewusstsein zu schärfen, damit auch die breite Bevölkerung etwas davon mitbekommt."

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