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Klima und Wandel

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin
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piqer: Daniela Becker
Freitag, 10.06.2016

Individuelle Beiträge das Klima zu schützen, sind fein — lösen aber nicht das Problem

Inzwischen gibt es viele Menschen, die bewusst auf Flüge oder Autofahren verzichten, um das Klima zu schützen. Aber bringt das auch was? Prof. Ottmar Edenhofer, Chefökonom und stellvertretender Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung gibt in diesem Interview eine eher ernüchternde Antwort:

Und die bittere Tatsache ist, dass eben die verschiedenen, kleinen, individuellen Beiträge sich nicht aufsummieren zu einer nachhaltigen Emissionsreduktion.

Natürlich will Edenhofer damit nicht sagen: Werft die Flinte ins Korn, jetzt ist eh schon alles egal. Vielmehr reiht sich das Interview in den Kanon der zahlreichen Appelle hochrangiger Wissenschaftler, in Anbetracht der nicht mehr wegzudiskutierenden und offensichtlichen Auswirkungen des Klimawandels endlich die politischen Rahmenbedingungen so zu verändern, dass der individuelle Beitrag vieler Einzelkämpfer sich aufaddiert zu einer substanziellen Reduktion von Emissionen.

Dazu gehört, so Edenhofer, das Problem, dass Kohle viel zu billig ist. Passiert hier nicht bald was, könne man das gerade noch einmal bestätige 2-Grad-Ziel komplett vergessen. Mit dramatischen Folgen. Denn:

Die Extremereignisse, die wir heute schon sehen, die passieren ja schon bei einem Temperaturanstieg von 0,7 Grad.

Individuelle Beiträge das Klima zu schützen, sind fein — lösen aber nicht das Problem
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