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Klima und Wandel

Alexandra Endres
Journalistin und Volkswirtin
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piqer: Alexandra Endres
Mittwoch, 02.01.2019

Gute Vorsätze für 2019: Was jeder und jede Einzelne gegen den Klimawandel tun kann

Eric Holthaus ist Meteorologe, bezeichnet sich selbst als "Ökosozialist" und schreibt für das US-Newsportal Grist, das sich vor allem mit Klimathemen beschäftigt. ("A nonprofit news org for people who want a planet that doesn’t burn and a future that doesn’t suck.") Für alle, die noch gute Vorsätze für 2019 fassen – und damit dem Klima helfen – wollen, hat Holthaus auf Twitter einen Thread mit Tipps veröffentlicht. Das Gute daran: Er sortiert seine Ratschläge nach ihrer Wirksamkeit und versieht sie mit Links für weiterführende Informationen.

Kern des Threads ist ein auf Grist erschienener Artikel von Holthaus über eine schwedische Studie. Die besagt: Nicht so viele Kinder zu haben hilft dem Klima am meisten (oder: reproduktive Rechte und die Rechte von Frauen allgemein zu stärken). Auf Platz zwei: kein Auto mehr zu fahren; Platz drei: einen Transatlantikflug vermeiden. Es folgen: erneuerbare Energien zu nutzen, das Elektro-Auto aufzugeben, sich pflanzlich zu ernähren. Im Haushalt Energie zu sparen hilft hingegen relativ wenig.

Selbstverständlich hängt es von der persönlichen Lebensführung ab, welche Aktion am meisten bringt. Holthaus schreibt, er sei früher viel geflogen. Das zu reduzieren, habe seine Emissionen halbiert. Für Leute, die nicht viel fliegen, könne es wichtiger sein, das Auto aufzugeben, oder Autofahrten zu reduzieren. In jedem Fall gehe es aber um grundlegende Änderungen:

If we don’t shift our culture (relatively quickly) to make the most meaningful changes feel inevitable, we’re not going to get a second chance. The perfect mix of worry and hope will be different for everyone, but at least now we’ve got an armload of stuff we can do to make things better.

Die allerwichtigste Maßnahme gegen den Klimawandel, schreibt Holthaus deshalb in seinem Thread, sei: Redet darüber! Die Klimawissenschaftlerin Katherine Hayhoe vertritt die gleiche These in diesem Ted-Talk-Video.

PS: Wie Haushalte in Berlin ihre Klimabilanz verbessert haben, kann man hier nachlesen.

Gute Vorsätze für 2019: Was jeder und jede Einzelne gegen den Klimawandel tun kann
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Kommentare 4
  1. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · Erstellt vor 3 Monaten · Bearbeitet vor 3 Monaten

    premium piq! Sehr toll- danke!

    1. Alexandra Endres
      Alexandra Endres · Erstellt vor 3 Monaten ·

      Dankesehr!

  2. Frederik Fischer
    Frederik Fischer · Erstellt vor 3 Monaten · Bearbeitet vor 3 Monaten

    Ich finde ja den Aspekt des "Shaming" auch nicht ganz uninteressant. Zu "Flugscham" hat Marcus mal etwas gepiqd. https://www.piqd.de/kl...
    Beim Thema Rauchen hat das ja durchaus auch recht eindrückliche Erfolge gezeitigt. Klar, das kippt schnell um in Besserwisserei und moralische Überheblichkeit, aber mei, es geht halt um die Zukunft des Planeten.

    1. Alexandra Endres
      Alexandra Endres · Erstellt vor 3 Monaten · Bearbeitet vor etwa 2 Monaten

      Joaaa... ich persönlich mag anderen Leuten nicht sagen, wie sie zu leben haben – zumal ich selbst zu viel fliege, wenngleich zuletzt fast nur aus beruflichen Gründen. Ich kompensiere das zwar bei atmosfair und lege noch ein bisschen drauf, aber das ist halt nur second best. Dafür nutzen wir im Haushalt Ökostrom, und ich hab kein Auto – ich wohne in der Stadt, da geht das, aber ich lasse mich auch immer wieder gerne irgendwo abholen, wenn es bequemer ist und man es mir anbietet. Und Vegetarierin bin ich auch nicht.

      Will sagen: Wir handeln alle widersprüchlich, und dann wird man halt auch schnell unglaubwürdig, wenn man andere beschämt. Und ruft womöglich erst recht Widerstand hervor. Könnte mir vorstellen, dass positive Erzählungen da besser funktionieren.

      Die Kollegin Petra Pinzler hat dazu im vergangenen Jahr einen interessanten Selbstversuch unternommen, die Reaktionen im Freundeskreis getestet und ihre Gedanken dazu hier aufgeschrieben: https://www.zeit.de/wi...