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Klima und Wandel

Grünes Wachstum ist eine Illusion - trotz Windkraft

Gabriele Feile
Ich selbst. Botschafterin & Brückenbauerin.

...die mit dem Schmetterling.
Meine Intention: Ziemlich weite Blickwinkel beisteuern, meistens aus der Luft. Meine Botschaften: http://gabyfeile.de/botschaften

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Gabriele FeileMittwoch, 04.08.2021

Niko Paech polarisiert. Seine Ansichten und Vorschläge scheinen radikal und nicht machbar. Nicht so für die Fans der GLS-Bank, die seinen aktuellen Beitrag im Blog der Bank als erste gelesen haben.


Ganz gleich, ob man Merkel, von der Leyen, Baerbock, Fridays for Future oder den Bundesverband der Deutschen Industrie fragt – bekräftigt wird unisono, dass alles einzuebnen sei, was der Windkraft, Solarenergie, Elektromobilität, Wasserstofftechnologie, Power-to-Gas, LED-Beleuchtung, Passivhausbauweise etc. entgegenstehen könnte. Gestritten wird nur über die Geschwindigkeit und Finanzierung. Selbstredend erweist sich eine derart technizistische Klimaschutzstrategie als profitabel und konform mit den Wünschen der Wählermehrheit.

Deren Forderungen an die Politik könnten schizophrener kaum sein. Jeder ökologisch ruinöse Luxus, ohne den niemand verhungern, erfrieren oder in der Erfüllung seiner Grundbedürfnisse eingeschränkt würde, verzeichnet unaufhörlich neue Nachfragerekorde.


Ich hatte bisher noch nirgends gelesen oder gehört, dass zu viele Windkraftanlagen, die noch dazu sehr eng zusammen stehen, sich negativ auf das Klima auswirken können:


Das Zauberwort „erneuerbar“ trübt jeden vernunftgeleiteten Blick auf die Limitationen der damit etikettierten Energieträger. Die Gleichung „erneuerbar = unbegrenzt = ökologisch“ ist schlicht unzutreffend. Beispielsweise Wind ist eine knappe Ressource, die innerhalb eines bestimmten Zeitabschnitts und geographischen Raumes diversen Verwendungskonkurrenzen unterliegt. Je geringer der Abstand zwischen Windkraftanlagen und je größer diese sind, desto geringer ist die durchschnittliche Ausbeute, weil die von einer Anlage abgeschöpfte Bewegungsenergie für die anderen „verbraucht“ ist. Weiterhin ist die von den Rotoren abgeschöpfte Windenergie nicht mehr für die Entstehung von Regenwolken verfügbar. Durch diesen und weitere physische Effekte beeinflussen Windkraftanlagen das Klima, wie neue Studien aus den USA* zeigen: Sie können zu signifikanten Temperaturerhöhungen führen.


*Die Quelle wird nachgereicht, wie in den Kommentaren zum Blogpost nachzulesen ist.


Man mag von Paechs Vorschlägen überrumpelt sein, doch er spricht das aus, was in meiner Welt meist unbeantwortet bleibt. Nämlich:

Weshalb sprechen wir nie über eine Reduzierung des Energiebedarfes (auf allen Ebenen), sondern gehen stets davon aus, dass wir mindestens dieselbe Menge, wenn nicht sogar noch mehr Energie brauchen in Zukunft?

Vielleicht haben die Nutzer von piqd ein paar sinnstiftende Antworten auf diese Frage. Ich würde mich freuen.


Eine Auswahl an piqs zu/von/über Nico Paech und die Post-Wachstums-Ökonomie:

https://www.piqd.de/loesungen/niko-paech-uber-post-wachstums-okonomie-barbarei-nachhaltigkeit

https://www.piqd.de/literatenfunk/befreiung-vom-uberfluss

https://www.piqd.de/klimawandel/postwachstumsokonomie-eine-volkische-menschenverachtende-vision


Grünes Wachstum ist eine Illusion - trotz Windkraft

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Kommentare 9
  1. Gabriele Feile
    Gabriele Feile · vor 3 Monaten

    Diese Quellen hat Nico Paech dem Blog der GLS-Bank genannt zum Thema Windkraftanlagen:

    Miller, L. M. /Keith, D. W. (2018): Climatic Impacts of Wind Power, in: Joule 2/12, S. 2618-2632.
    (https://www.cell.com/j...)

    Miller, L. M./Brunsell, N. A./Mechem, D. B./Gans, F./Monaghan, A. J./Vautar, R./Keith, D. W./Kleidon, A. (2015): Two methods for estimating limits to large-scale wind power generation, in: PNAS, 112/36, S. 11169–11174.
    (https://www.pnas.org/c...)

    Miller, L. M./Gans, F./Kleidon, A. (2011): Estimating maximum global land surface wind power extractability and associated climatic consequences, in: Earth Syst. Dynam 2, S. 1–12.
    (https://esd.copernicus...)

    Armstrong, A./ Burton, R. R./E Lee, S. E./ Mobbs, S./Ostle, N./Smith, V./Waldron, S./Whitaker, J. (2016): Ground-level climate at a peatland wind farm in Scotland is affected by wind turbine operation, in: Environmental Research Letters, 11/4, S. 1-9.
    (https://iopscience.iop...)

  2. Daniela Becker
    Daniela Becker · vor 3 Monaten

    Bei Interesse: Hier geht es um den Ressourcenbedarf von (nicht nur, aber auch) Energiewende-Technologien. Das ist ein sehr viel realeres Problem als WKA, die zu eng zusammenstehen. https://www.riffreport...

  3. Gabriele Feile
    Gabriele Feile · vor 3 Monaten

    Dieser piq passt gut zum Thema: Ist ein grüner Kapitalismus möglich?
    https://www.piqd.de/vo...

  4. Silvio Andrae
    Silvio Andrae · vor 3 Monaten

    Das tradierte Narrativ geht folgendermaßen: Diese Vermengung und Vermischung von öffentlichem Geld mit privatem Kapital soll den Appetit der Investoren auf Klimafinanzierung anregen und die sonst zurückhaltenden „animal spirits“ entfesseln. Der zugrundeliegende normative Anspruch ist, dass wir nur auf diese Weise hoffen können, die globale Klimakrise zu bewältigen. Vorhandene Widersprüche kommen bei dieser Sichtweise nicht vor. So ist der Widerspruch zwischen unbegrenzten karbonisierenden Wachstumsstrategien und begrenzten dekarbonisierenden Investitionsverpflichtungen nur schwer aufzulösen. Dies gilt es anzuerkennen. Stattdessen werden solche Gegensätze in den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung 2030 reproduziert.

    1. Gabriele Feile
      Gabriele Feile · vor 3 Monaten

      Danke für diesen Blickwinkel. So ganz verstehe ich allerdings nicht, was Sie meinen, gebe ich zu.

    2. Silvio Andrae
      Silvio Andrae · vor 3 Monaten

      @Gabriele Feile Vielen Dank. Ich wollte darauf aufmerksam machen, dass die schöne neue Welt des grünen Wachstums voller Widersprüche, die allerdings nicht thematisiert werden. Die Herausforderungen des Klimawandels lassen sich eben nicht durch einfach mehr Geld lösen.

    3. Gabriele Feile
      Gabriele Feile · vor 3 Monaten

      @Silvio Andrae Ja, da sind wir uns einig. Das grüne Wachstum ist vermutlich Wunschdenken, weil niemand an die (vielleicht) "schmerzhaften" Stellen ran will, die Verzicht, weniger Wohlstand (was auch immer das ist) und eine neue Ordnung bedeuten würden.

  5. Daniela Becker
    Daniela Becker · vor 3 Monaten

    Auf die Quelle bin ich sehr gespannt.

    1. Gabriele Feile
      Gabriele Feile · vor 3 Monaten

      Siehe mein separater Kommentar.

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