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Klima und Wandel

Leonie Sontheimer
Freie Journalistin
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piqer: Leonie Sontheimer
Donnerstag, 31.12.2020

"Es braucht naturbasiertes Denken"

2020 war ein herausforderndes Jahr für alle. Die Herausforderung für uns Umweltjournalist*innen bestand darin, die Zusammenhänge zwischen der Pandemie, der Klimakrise und der Naturzerstörung zu schildern. Und dabei der Komplexität der Dinge gerecht zu werden.

Zwei Journalist*innen, die das auf beeindruckende Weise getan haben, haben nun auch einen gemeinsamen Jahresrückblick geschrieben: Das schriftliche Gespräch zwischen Johanna Romberg und Christian Schwägerl auf Riffreporter ist reich an Zusammenhängen, Erkenntnissen und Inspirationen zum Weiterlesen. Und die dialogische Form gibt einem das Gefühl, man säße mit den beiden bei einem Tee am Kaminfeuer und lasse das Jahr revue passieren – genau das, wonach ich heute gesucht habe.

Ich empfehle, das ganze Gespräch zu lesen, denn es lässt sich nur schwer zusammenfassen. Hier aber zumindest mein Highlight für all jene, die es heute eilig haben. Es geht um die Frage:

  • Sollten Klima und Naturschutz politisch mehr zusammengedacht werden?

Schwägerl: "Wichtig fände ich, dass Klima und Naturschutz endlich nicht mehr getrennt gedacht und behandelt werden. Das ist ja letztlich nur ein Ergebnis davon, dass die Vereinten Nationen 1992 beim Erdgipfel zwei getrennte Konventionen und damit zwei getrennte Politikbereiche geschaffen haben, einen für Klima, einen für Naturschutz."

Romberg: "Ich finde es geradezu zwingend, beide Themen immer wieder auch getrennt zu betrachten – wegen der negativen Folgen, die viele Klimaschutzmaßnahmen zwangsläufig für die Natur haben. Zum Beispiel war ich fassungslos, wie bedenkenlos viele Klimaschützerïnnen den Bau der Tesla-Fabrik in Grünheide bejubelt haben, und wie heftig die Anwohnerïnnen angefeindet wurden, die zumindest eine ordnungsgemäße Umweltverträglichkeitsprüfung eingefordert haben. Als wäre für Klima und Natur irgendwas gewonnen, wenn unsere Städte demnächst von Elektro-SUVs zugeparkt werden!"

Schwägerl: "Das sehe ich genauso, aber genau solche nur scheinbaren Lösungen sind das Ergebnis davon, Klima und Natur getrennt zu behandeln. Zum Glück gibt es jetzt ja endlich die Diskussion über “naturbasierte Klimalösungen”, ich würde ergänzen: es braucht auch naturbasiertes Denken."

Romberg: "Da sind wir uns mal komplett einig."

Und das ist schließlich auch die Hoffnung, auf die sich die beiden für 2021 einigen können: Dass viele Menschen im letzten Jahr die Natur wieder mehr zu schätzen gelernt haben und fortan besser in ihre Gedanken und Pläne einbeziehen, von ihr aus denken. Ein Vorsatz, den ich gerne mitnehme!

Und während ich das schreibe, fliegt vor dem Fenster ein Specht durch die Kiefern. Was für ein knalliges Rot seine Federn haben! Vielleicht gelingt es mir im nächsten Jahr, ihn genauer zu bestimmen?!

"Es braucht naturbasiertes Denken"

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