Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Klima und Wandel

RiffReporter eG
Zum piqer-Profil
piqer: RiffReporter eG
Dienstag, 10.09.2019

Ein fairer Blick auf einen Käfer mit schlechter Presse

Dem Wald geht es schlecht und nach Stürmen, Hitze und Käferbefall bietet sich mancherorts ein erschreckendes Bild. Doch was, wenn wir versuchen, für einen Moment „unsere“ menschenzentrierte Sichtweise auf den Wald zu verlassen und stattdessen mit anderen Augen auf ihn schauen.

Ulrike Gebhardt hat sich in einem Beitrag in ihrem RiffReporter-Magazin „TAKTVOLL - Über die Rhythmen des Lebens“ auf die Seite des Borkenkäfers gestellt. Der Fichtenborkenkäfer ist das bedeutsamste aller Schadinsekten in europäischen Fichtenwäldern, aber gleichzeitig ist er auch ein unverzichtbares Mitglied im Ökosystem Wald. „Der Borkenkäfer entfernt geschwächte Bäume, hilft, dass sie rasch verrotten, schafft Platz für neue Pflanzen und erhöht die Biodiversität“, zitiert Gebhardt den Wissenschaftler Peter Biedermann von der Universität Würzburg.

Im wissenschaftsjournalistischen Gang „Mit dem Borkenkäfer durch das Jahr“ erfährt die Leserin, der Leser, warum der Borkenkäfer im Winter Temperaturen bis minus 32 Grad Celsius überleben kann, wie er sich im Frühling vermehrt und warum ihm im Sommer die Konkurrenz mit seinen Artgenossen vielmehr zu schaffen macht als Buntspecht, Schlupfwespe und Webspinne.

Der Fichtenborkenkäfer ist ein Totholzkäfer, er bevorzugt frisch vom Wind geworfene Bäume. Nur wenn er nicht genug totes Holz findet, fliegt er auch lebende Bäume an. In lebenden Bäumen ist eine Borkenkäferpopulation aber nicht lange stabil. „Wenn die Wälder gesund sind, brechen die Populationen schnell wieder zusammen“, sagt Peter Biedermann.

Der Käfer tut seine Arbeit und zeigt auf eindrückliche Weise, was man ohnehin schon seit 20, 30 Jahren weiß: die Wälder müssen umgebaut werden. Auch die Fichte hat eine Chance, allerdings nicht auf künstlichen Anbauflächen, sondern an Orten, wo sie ursprünglich verbreitet war, in den Höhenlagen der Gebirge.

Ein fairer Blick auf einen Käfer mit schlechter Presse
8,8
6 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Klima und Wandel als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer Kuratoren als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in iTunes:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.