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Klima und Wandel

Ralph Diermann
Energiejournalist
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piqer: Ralph Diermann
Freitag, 22.07.2016

Ein Besuch in der fahrradfreundlichsten Stadt der Welt

„Fahrrad fahren? Finden wir super – so lange wir dafür den Autoverkehr nicht beschränken müssen!“ Nach dieser Devise funktioniert die Verkehrsplanung in den meisten deutschen Städten. Lächerlich schmale Radwege, radlerfeindliche Ampelschaltungen, absurde Verkehrsführungen: die Liste der Ärgernisse ist lang, entgegen allen Bekenntnissen zu klimafreundlicher Mobilität.

Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Kopenhagen. Mitpiqerin Daniela Becker ist hingefahren, um sich mal anzuschauen, was die Dänen eigentlich besser machen. Ihre Multimedia-Reportage für die Wirtschaftswoche zeigt sehr schön, was alles möglich ist, wenn es einen echten politischen Willen zur Förderung des Fahrradverkehrs gibt – der auch den Konflikt mit den Autofahrern nicht scheut. Wir Deutschen können da nur staunen: eine Standardbreite für Radwege von 2,50 Meter, ausschließlich Radlern vorbehaltene Schnellverbindungen, bevorzugtes Räumen der Fahrradwege bei Schneefall, viel Platz für Räder in der S-Bahn – und sogar Mülleimer am Wegesrand, die sich den Radlern entgegen neigen.

Zahlreiche Fotos und Videos (mein Favorit: die Tour über einen Radweg auf Stelzen, der sich zwischen Bürobauten und über Hafenbecken schlängelt) zeigen konkret, wo die Dänen ansetzen, um das Fahrradfahren attraktiver zu machen. Schade nur, dass das CMS der Wiwo offenbar nicht so richtig auf Formate wie dieses ausgelegt ist. Anderswo sehen solche Stücke eleganter aus.

Ein Besuch in der fahrradfreundlichsten Stadt der Welt
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Kommentare 3
  1. Dirk Liesemer
    Dirk Liesemer · vor 11 Monaten

    Wow, 1000 Kilometer Radweg! Nicht schlecht.

    1. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor 11 Monaten

      Und zwar richtig gute Radwege!

    2. Christoph Weigel
      Christoph Weigel · vor 11 Monaten

      @Daniela Becker oh ja, richtig gut! und – wie ich aus eigener erfahrung sagen kann – nicht ganz ungefährlich für fußgänger, die einmal _sehr_ spät abends unterwegs sind : )

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