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Klima und Wandel

Ralph Diermann
Energiejournalist

Strom, Wärme und Mobilität – das sind meine Themen. Ich arbeite seit 2008 als freier Energiejournalist u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, die Neue Zürcher Zeitung sowie für einige Fachzeitschriften.

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piqer: Ralph Diermann
Mittwoch, 29.07.2020

Divestment in der Fleischindustrie

Die Investmentgesellschaft Nordea Asset Management hat beschlossen, den größten Fleischhersteller der Welt, den brasilianischen Konzern JBS, aus seinen Investment-Portfolios auszuschließen – nicht nur aus den Nachhaltigkeitsfonds, sondern aus allen Produkten. Nordea verwaltet 230 Milliarden Euro.

Nordea begründet dies einem „Guardian“-Artikel zufolge unter anderem damit, dass JBS indirekt an der großflächigen Zerstörung des Regenwalds am Amazonas beteiligt ist. Ein internationales Team investigativer Journalisten hat herausgefunden, dass JBS und andere große Fleischverarbeiter an einem „Viehwäsche“-System, analog zur Geldwäsche, teilnehmen: Vieh von Farmen, die an der Abholzung beteiligt sind, wird zu Farmen verschoben, die vermeintlich sauber sind. Damit lässt sich die Selbstverpflichtung der Konzerne unterlaufen, kein Fleisch von Tieren zu verarbeiten, die auf einstigen Regenwaldflächen geweidet haben. Rausgekommen ist das übrigens unter anderem durch ein Facebook-Foto eines Viehtransporter-Fahrers: Auf dem Selfie sieht man im Hintergrund einen LKW mit JBS-Logo auf dem Gelände einer solchen Viehwäsche-Farm.

Ob andere Investment-Gesellschaften dem Beispiel von Nordea folgen, beantwortet der Artikel leider nicht. Dass Divestment ein starker Hebel für den Klimaschutz sein kann, zeigt das Beispiel der Kohleindustrie, aus der sich viele Banken und Versicherungen zurückgezogen haben (dazu hier ein piq).

Übrigens wird auch in Deutschland Fleisch von JBS verkauft. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet (€), gehören Tönnies und die Hamburger Firma Kruse-Fleisch zu den Abnehmern.

Divestment in der Fleischindustrie
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Kommentare 2
  1. Andreas P.
    Andreas P. · vor 15 Tagen

    Diese ganze Divestment Geschichte wird völlig überbewertet.
    1. Unternehmen aus der Kohleindustrie und Unternehmen wie JBS benötigen keine Finanzierung über den Kapitalmarkt durch die Ausgabe neuer Aktien. Ob Nordea sich beteiligt oder nicht wird den Unternehmen schlicht völlig egal sein.
    2. Maximal steigt für Investoren, denen es auch egal ist, die Dividendenrendite.
    3. Es gibt dank FED und EZB so viel Geld im Markt (im Euro-Raum hat sich die Geldmenge in den letzten 10 Jahren vervierfacht), dass sich jedenfalls genug Geld findet, das keine Moral hat.

    1. Dominique Lenné
      Dominique Lenné · vor 7 Tagen

      Klingt plausibel. Daraus folgt aber, dass wir andere Maßnahmen brauchen, wie etwa eine Klimasteuer auf Fleisch oder Landwirtschaft ins ETS zu integrieren plus Zertifikatepflicht für (Fleisch- und alle anderen) Importeure.

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