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Klima und Wandel

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin
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piqer: Daniela Becker
Mittwoch, 19.10.2016

Die Wasserbatterie

Strom aus erneuerbarer Energiequellen wird zu manchen Zeitpunkten in großen Mengen und manchmal deutlich zu wenig produziert, um den Bedarf zu decken.

Diese Energie zu speichern ist daher eine der großen Herausforderungen der Energiewende. Der Bedarf an Pumpspeichern ist groß – aber die Belastung der Natur durch den Bau eines solchen Speichers ebenfalls.

Im württembergischen Gaildorf entsteht gerade ein Pilotprojekt, das sich dieser Problematik annimmt: Windräder mit eingebautem Pumpspeicher. Die Sockel der vier Windturbinen, die dort derzeit auf einem Bergrücken gebaut werden, dienen gleichzeitig als Wasserspeicher. Über Rohrleitungen sind sie mit einem Kraftwerk und dazugehörigem Unterbecken 200 Meter tiefer im Tal verbunden.

Der Gedanke dahinter: Wenn man ohnehin schon riesige Betonfundamente auf einem Berg errichtet, kann man sie auch gleich zu Wasserbecken ausbauen. Das senkt den Bedarf an konventionellen Pumpspeichern, für die meist unberührte Landschaften umgepflügt werden.

Derzeit errichten Arbeiter die ersten Fundamente und Wasserspeicher. Ende 2017 sollen die Windräder ans Netz gehen, 2018 die Speicher.

Die Wasserbatterie
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Kommentare 3
  1. Ralph Diermann
    Ralph Diermann · vor etwa einem Jahr

    Schöne Idee, technisch interessant - aber wirtschaftlich wirklich sinnvoll, angesichts der in den letzten ein, zwei Jahren enorm gewachsenen Konkurrenz am Regelenergiemarkt?

    1. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor etwa einem Jahr

      Naja, da hat sich ja noch nichts richtig durchgesetzt, oder? Konkurrenz belebt das Geschäft.. Selbst wenn es für Deutschland nicht interessant sein sollte, kann das immer noch ein Superkonzept für andere Länder sein.

    2. Ralph Diermann
      Ralph Diermann · vor etwa einem Jahr

      @Daniela Becker Meines Wissens sind die Preise für Regelenergie wegen der vielen neuen Anbieter mittlerweile total im Keller. Und das wird sich auch nicht so schnell ändern, denke ich, so wie sich die Batteriebranche derzeit darauf stürzt... Aber klar, für andere Länder kann das interessant sein - gerade wenn sie eine größere Spreizung bei den Börsenpreisen haben als wir.