Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Klima und Wandel

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin
Zum piqer-Profil
piqer: Daniela Becker
Sonntag, 23.06.2019

Die groteske Bevorzugung von Autos und Autobesitzern

Alex Rühle wird in diesem Text ein wenig sarkastisch. Da bin ich ganz bei ihm, denn anders lässt sich kaum darüber schreiben, wie das Auto und seine Besitzer in Deutschland auf groteske Weise bevorzugt werden.

47 Millionen Autos sind auf deutschen Straßen unterwegs – und damit 13,8 Prozent mehr als 2008. Alleine in München sind heute 150.000 Autos mehr angemeldet als 2009. Ein Auto braucht im Durchschnitt zwölf Quadratmeter Stellplatz, macht knapp 1,8 Quadratkilometer nur für die Neuzugänge der vergangenen zehn Jahre.

Gleichzeitig werden diese Autos immer fetter und schwerer: 1990 war ein durchschnittlicher Neuwagen 1,68 Meter breit, heute misst er 1,80 Meter. Der neueste VW Golf braucht 25 Prozent mehr Fläche als der erste Golf im Jahr 1974. Die höchsten Zuwachsraten verzeichnen Sport Utility Vehicles (SUVs), die größten, schwersten und dicksten Privatfahrzeuge, die je über die Erde fuhren. Zwei Tonnen Stahl, um 70 Kilo Fleisch durch die Gegend zu kutschieren. Zwischen 2017 und 2018 stieg deren Anteil am Münchner Straßenverkehr um 48 Prozent, von 16 871 auf 25 046.

Ein Berliner Projekt von Studierenden der Best-Sabel-Hochschule errechnete 2014, dass den Autos 19-mal so viel Fläche im öffentlichen Straßenraum zur Verfügung steht wie den Fahrrädern. 58 Prozent zu drei Prozent. Diese Autos, die in Werbespots ja immer so dynamisch durch malerisch endlose Fjordlandschaften düsen, stehen in Wahrheit mehr als 23 Stunden am Tag Stoßstange an Stoßstange im Stadtraum herum. In Berlin gibt es zehnmal so viel Fläche für Parkmöglichkeiten wie für Spielplätze. Laut dem dortigen „Flächen-Gerechtigkeitsreport“ sind 19 Prozent der öffentlichen Verkehrsfläche parkenden Autos vorbehalten – ein Fünftel der Stadt ist Parkplatz.

Der Text ist voll von Beispielen bei denen man nur den Kopf schütteln kann. Ich kann an diesem Text nur eines kritisieren, nämlich dass die SZ keinen One-Click-Einzelkauf ermöglicht. Hier der Link zu Blendle.

Die groteske Bevorzugung von Autos und Autobesitzern

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Kommentare 4
  1. Hansi Trab
    Hansi Trab · vor mehr als ein Jahr

    Danke für den schönen Artikel. Beim Lesen ist mir der mir bisher unbekannte Begriff "Flächen-Gerechtigkeitsreport" aufgefallen. "So was gibt's?", dachte ich mir, googelte und fand diese m.E. sehr wertvolle Seite:

    https://www.clevere-st...

    Neben dem Flächen-Gerechtigkeitsreport gibt's dort auch einen sogenannten "Verkehrswende-Rechner"

    https://clevere-staedt...

    als mächtiges Excel zum Download

    https://clevere-staedt...

    Damit gehe ich jetzt mal unseren Bürgermeister (hoffentlich nicht) nerven...

  2. Gabriele Feile
    Gabriele Feile · vor mehr als ein Jahr

    Einfach nur: danke. Mögen diese klare Zusammenfassung möglichst viele lesen. (Schade, dass die SZ das nicht so sieht und ihn "einsperrt").

    1. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · vor mehr als ein Jahr

      der Korrektheit wegen: das hat natürlich nichts mit dem spezifischen Inhalt zu tun, sondern ist der generellen Policy der SZ (und eigentlich fast aller anderen Verlage) geschuldet.

    2. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor mehr als ein Jahr

      @Marcus von Jordan Und ich will auch nicht den Eindruck erwecken, dass ich gegen das Bezahlen von journalistischen Inhalten bin. Ich versuche ja selbst vom Journalismus zu leben. Ich finde nur dieses Anmeldeverfahren bei der SZ (und anderen) äußerst mühsam.

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Klima und Wandel als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer KuratorInnen als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.