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Klima und Wandel

Nick Reimer
diplomierter Energie- und Umweltverfahrenstechniker, Wirtschaftsjournalist und Bücherschreiber
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piqer: Nick Reimer
Dienstag, 03.03.2020

Die Erderhitzung frisst die Strände auf

Liebhaber des gepflegten Strandurlaubs müssen jetzt ganz stark sein: Der Klimawandel wird bis Ende des Jahrhunderts die Hälfte der Strände weltweit vernichten. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Instituts für Umwelt und Nachhaltigkeit in Ispra (Italien), einer gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission. Demnach werden ohne den Einstieg in einen wirksamen Klimaschutz die Küstenlinien an den Stränden bis 2050 um bis zu 99,2 Meter zurückgehen, bis Ende des Jahrhunderts wird ein Rückgang um bis zu 246,9 Meter erwartet.

"Schuld" am Ende der Strände ist der Anstieg des Meeresspiegels, zuletzt hatten Forscher Arbeiten vorgelegt, nach denen die Pegel schneller anschwellen, als bisher prognostiziert. Demnach könnte das Schmelzwasser der Antarktisgletscher und des Grönlandeispanzers den Meeresspiegel bis zum Ende des Jahrhunderts zwei- bis dreimal so hoch ansteigen lassen – zwischen 62 bis 238 cm, also schlimmstenfalls 2,38 m. Sandstrände nehmen mehr als ein Drittel der globalen Küste ein und sind dem steigenden Meer besonders schutzlos ausgeliefert.

Würde jetzt doch mit ernsthaftem Klimaschutz begonnen werden – Stichworte sind: Kohleausstieg, Tempolimit, Fleischsteuer, Inlandsflugverbot, höhere Benzinpreise – wäre der Strandurlaub in Zukunft aber trotzdem eine schwierige Sache: Selbst bei radikalem Klimaschutz – dem so genannten RCP 2.8-Szenario, das auf 1,5 Grad Erderwärmung ausgerichtet ist – gehen die Strände verloren, dann allerdings nicht so stark: Die Küstenlinien würde dann weltweit bis 2050 um 2,2 bis 79,2 Meter zurückweichen, bis 2100 um 21,7 bis 171,1 Meter.

Als Grundlage für ihre Prognose nahmen die Forscher die Veränderungen der Küstenlinien, die sich auf Satellitenaufnahmen zwischen 1984 bis 2015 an vielen Stränden der Welt ergeben haben. Auf dieser Basis berechneten Vousdoukas und Kollegen die Veränderungen bis zu den Jahren 2050 und 2100.

Allerdings ist die Gefährdung der Strände weltweit sehr unterschiedlich verteilt. In einigen Regionen, wie in Ostasien oder im Nordosten Brasiliens, ist wegen geologischer Besonderheiten mit einem Zuwachs der Sandstrände zu rechnen – trotz des Meeresspiegelanstiegs. Die am stärksten gefährdeten Sandstrände liegen demnach in Mitteleuropa, im östlichen Nordamerika, in Süd- und Westasien, Nordaustralien und auf etlichen Karibikinseln.

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