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Klima und Wandel

Die aufregende Welt der Schmarotzer und Parasiten

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin

"Wie kann die Klimakrise gelöst werden?" ist die Frage, die mich beruflich am meisten beschäftigt. Ich bin Mitglied von RiffReporter, einem Autorenkollektiv und einer Genossenschaft für freien Journalismus.

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Daniela BeckerMittwoch, 21.04.2021

„Schmarotzer“ und „Parasit“ – Worte, die den meisten Menschen als Schimpfworte vertraut sind. In der Natur ist beides aber eher eine Funktionsbeschreibung. Wohl weit mehr als die Hälfte aller Tierarten lebt zumindest zeitweise parasitisch.

Ich empfehle hier einen tollen (und langen) Text mit großartigen Bildern, der Wissen vermittelt, sich aber auch philosophisch unserem seltsamen Umgang mit ganz natürlichen Dingen nähert.

Autorin Susanne Wedlich kritisiert unseren eindimensionalen Blick auf „Natur“.

Wir können und wollen diese Schattenwirtschaft nicht sehen. Denn hier wimmelt es von Parasiten, deren Treiben meist hinter den Kulissen abläuft. Sie sind in jeder Hinsicht die dunkle Masse der Biodiversität.

In der Theorie zweifeln wir zwar weder die Bedeutung der Artenvielfalt für robuste Ökosysteme noch das grundlegende Existenzrecht einzelner Spezies an. In der Praxis sind unsere Aufmerksamkeit und die zugehörigen Mittel aber höchst ungleich verteilt: Kuschelige Knopfäugige schlagen Kriecher, Krabbler und Schleimer um Längen.

Das gilt sogar dann, wenn wie jetzt eine tödliche Pilzkrankheit möglicherweise hunderte Amphibienarten an den Rand der Ausrottung drängt oder sogar schon vernichtet hat. Wenn aber selbst Sympathieträger wie Kermit und Lurchi kaum Interesse wecken, wie sollte dann je ein Parasit in puncto öffentliche Aufmerksamkeit mit dem Panda mithalten?

Der Text macht deutlich, wie komplex und faszinierend natürliche Kreisläufe sind, dass es in der Natur kein Gut und Böse gibt, sondern jedes noch so kleinste Wesen wichtig ist und Bedeutung hat.

Die allermeisten Schmarotzer tun uns Menschen nichts. Im Gegenteil: Wir brauchen sie für vielfältige und robuste Ökosysteme. Ja, Parasiten meiden oft den direkten Angriff und schleichen sich eher mit raffinierten Methoden unbemerkt durch die Hintertür. Das macht sie aber nicht zu verwerflichen Gestalten, sondern zu Wundern der Natur. Ihr Artenreichtum und ihre Komplexität sind Grund genug, ihnen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Es ist höchste Zeit, dass die dunkle Masse der Biodiversität ins Rampenlicht rückt.

[Offenlegung: Ich bin selbst Mitglied der Plattform RiffReporter.]

Die aufregende Welt der Schmarotzer und Parasiten

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