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Klima und Wandel

Ralph Diermann
Energiejournalist
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piqer: Ralph Diermann
Mittwoch, 17.02.2016

Darum macht ein neues AKW in Ungarn den Strom in Deutschland teurer

Die ungarische Regierung will zwei neue Atomreaktoren bauen. Betrifft uns nicht, mal abgesehen vom Risiko einer Havarie? Von wegen – die beiden Atommeiler werden nämlich die Stromrechnung der deutschen Haushalte nach oben treiben. Das berichtet die österreichische Tageszeitung Der Standard mit Bezug auf eine Studie, die der Energieversorger Greenpeace Energy zusammen mit zwei Stadtwerken in Auftrag gegeben hat. Der ungarische Atomstrom wird über die Grenzen fließen und die Preise an den Strombörsen drücken. Damit wiederum steigt die von allen Haushalten zu zahlende EEG-Umlage – sie errechnet sich nämlich aus der Differenz zwischen dem Börsenpreis und der garantierten Verfügung für die Betreiber von Wind-, Solar- und Bioenergieanlagen.

Der kurze Artikel macht sehr schön deutlich, dass es so etwas wie eine rein nationale Energiepolitik längst nicht mehr gibt. Die einzelnen Märkte sind so miteinander verflochten, dass Alleingänge nicht weit führen. Die gesamte Studie ist übrigens hier abrufbar.

Der Klick in den Artikel lohnt aber noch aus einem zweiten Grund: Der Besuch der Website ist eine Reise in die Frühzeit des Internets – toll für Nostalgiker.

Darum macht ein neues AKW in Ungarn den Strom in Deutschland teurer
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