Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Community-Kanal:

Klima und Wandel

Leopold Ploner
Lebt am Ammersee, hat also von vornherein einen recht entspannten Blick auf die Welt.

Elektronikingenieur, Marketing, Werbetexter, Verleger, Bogger.

Zum User-Profil
Leopold Ploner
Community piq
Donnerstag, 06.12.2018

Amazon vernichtet Retouren. Ein Skandal?

Das Thema "Amazon vernichtet Retouren" sorgte im Sommer für Schlagzeilen. In den sozialen Medien wird der entsprechende Beitrag von Frontal 21 immer noch fleißig geteilt. Auch hier auf piqd wurde schon darüber geschrieben.Jochen G. Fuchs wirft auf t3n einen kritischen Blick auf diesen Skandal. Er argumentiert, dass der gesamte Handel, nicht nur Amazon, seit eh und je Retouren vernichtet. Fuchs nennt dafür neben den wirtschaftlichen, auch gesetzliche und steuerliche Gründe. Sein Fazit: Die angeprangerte Ressourcen-Verschwendung entsteht durch unsere Konsumgesellschaft. Der Handel ist nur derjenige, der den Dreck wieder aufräumen darf.

Amazon vernichtet Retouren. Ein Skandal?
9,2
11 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Kommentare 7
  1. Richard Maier
    Richard Maier · vor 4 Tagen

    Ihre Argumentation erscheint schlüssig und man könnte ihr folgen.
    Ich denke, dass die Aussagen der Industrie nicht der Wahrheit entsprechen.
    Ich vertraue der Industrie nicht mehr.
    Erfahrungen aus vielen Bereichen bestätigen diese leider negative Einstellung.

    1. Leopold Ploner
      Leopold Ploner · vor 2 Tagen

      Nur zur Klarstellung: Es ist nicht “meine” Argumentation. Es ist eine Perspektive, die ich interessant finde und schlüssiger, als nur auf das böse Amazon zu schimpfen.

  2. Leon Leuser
    Leon Leuser · vor 4 Tagen

    Man könnte auch argumentieren, dass es weder böse Industrie, noch die Konsumgesellschaft sind, die solche Missstände hervorbringen, sondern eine verzerrte Preisgestaltung. Denn bei einer höheren Besteuerung von Energie- und Ressourcen bei gleichzeitiger Senkung der Lohnnebenkosten dürften sich andere Anreize in der Wirtschaft ergeben. Reparieren und wieder einsortieren von Retouren wird günstiger, während der Wert /Preis der Produkte steigt.

    1. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · vor 3 Tagen

      ...ich glaube, dass genau das so ein wenig der "heilige Gral" ist. Interessanter Weise ist das ja quasi eine real-libertäre Idee - also was wäre, wenn man den Markt wirklich machen lassen würde? Käme dabei nicht eine solche Veränderung in der Besteuerung raus, weil eben der verbrauch von Energien und Ressourcen die Gemeinschaft Geld kostet, nicht aber die Arbeit? Vielleicht könnte das eine Möglichkeit sein, den Shift vom quantitativen zum qualitativen Wachstum einzuleiten, den wir so ultimativ dringend brauchen.

    2. Leopold Ploner
      Leopold Ploner · vor 2 Tagen

      In der Theorie klingt das schlüssig. In der Praxis zeigt sich, wie unpopulär selbst kleine Schritte in Richtung höherer Energiebesteuerung sind. Macron fliegt das gerade um die Ohren.

    3. Leon Leuser
      Leon Leuser · vor etwa 20 Stunden

      @Leopold Ploner Nun ja, die Ursachen der aktuellen Proteste in Frankreich sind aus meiner sicht definitiv tieferliegender. Schon strategisch wurde hier nicht gut vorgegangen, da Macron direkt nach seiner Amtseinführung die Vermögenssteuer abgeschafft hat. Das hat den Eindruck erweckt, dass die gehobenen Schichten weniger beitragen müssen, während mehr und mehr Steuern von den unteren und mittleren Schichten getragen werden müssen.
      Außerdem wurden dort nur einseitig die Energiepreise erhöht, während eine Entlastung der (mittleren und unteren) Einkommen ausgelassen wurden. Verschiedene Ökonomen (z.B. die diesjährigen Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Romer, William D. Nordhaus) haben hier deutlich differenziertere Konzepte entwickelt.
      Zudem muss man auch feststellen, dass andere Bereiche wie etwa Kerosin oder Treibstoffe für die Schifffahrt ausgeklammert wurden.

    4. Leopold Ploner
      Leopold Ploner · vor etwa 14 Stunden

      @Leon Leuser Zugegeben, die Kommunikation der Regierung Macron war nicht besonders geschickt. Dann schaue ich mir mal die Zahlen an. Wenn ich es richtig erinnere, geht es um eine Steuererhöhung von 6ct pro Liter. Nehmen wir einen Kleinwagen, 5 l/100km, 15.000 km im Jahr. Dann entsprechen die 6ct Mehrkosten von knapp 4€ im Monat. Wären die Proteste wirklich weniger gewesen, wenn die Regierung gleichzeitig die Einkommen um 4€ entlastet hätte?