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Klima und Wandel

Treibhauseffekt

Durch den hohen Ausstoß von sog. Treibhausgasen wird es auf unserem Planeten, ähnlich wie in einem Treibhaus, immer wärmer. Mit verheerenden Folgen. Nur durch aktive Klimapolitik mit durchdachten Klimaschutzmaßnahmen und nachhaltiger Industrie und Landwirtschaft kann der Temperaturanstieg noch gebremst werden. Dies ist dringend nötig, um die erwarteten katastrophalen Schäden abzumildern.

Weitere Informationen zum Thema Treibhauseffekt

Der Begriff Treibhauseffekt entstand aufgrund eines Vergleichs zwischen der Erdatmosphäre mit einem Gewächshaus. Auch wenn die physikalischen Mechanismen nicht völlig identisch sind, verfügen beide Systeme über eine äußere Barriere, die für Sonnenstrahlen durchlässig ist, Wärmestrahlung aber zurückhält. Dadurch werden deutlich höhere Temperaturen erzielt als ohne diese Barriere.

Bei der Atmosphäre der Erde bilden verschiedene Gase diese halbdurchlässige Barriere. Die wichtigsten Treibhausgase sind Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan und Ozon, die sich in unterschiedlichen Luftschichten konzentrieren. Die kurzwellige Sonnenstrahlung durchdringt die Atmosphäre und erwärmt die Erdoberfläche, die einen Teil der Energie sofort in Form von Wärmestrahlung reflektiert und einen Teil absorbiert, um sie mit einer gewissen Verzögerung abzugeben. Die langwellige Wärmestrahlung kann aber aufgrund der vorhandenen Treibhausgase nicht vollständig aus der Atmosphäre austreten. Deshalb liegt die Oberflächentemperatur deutlich höher, als dies ohne eine treibhausgashaltige Atmosphäre der Fall wäre.

Entdeckt wurde der Treibhauseffekt bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch den französischen Physiker Joseph Fourier, aber erst 1958 begann mit dem amerikanischen Klimaforscher die wissenschaftliche Untersuchung des Phänomens. Während zunächst der Schwerpunkt der Forschung auf dem natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt lag, der nicht nur für die Erde, sondern auch für andere Planeten nachgewiesen ist, verlagerte sich ab den Achtzigern des 20. Jahrhunderts das Interesse auf den Einfluss des Menschen auf die Erwärmung der Atmosphäre. Inzwischen ist es wissenschaftlicher Konsens, dass der in den vergangenen Jahrzehnten zu beobachtende globale Anstieg der Temperaturen nicht das Ergebnis natürlicher Schwankungen, sondern menschengemacht ist.

Auch der nicht von Menschen beeinflusste natürliche Treibhauseffekt unterliegt Veränderungen, die sich auf die globalen Temperaturen auswirken und die Klimageschichte prägten. Der Temperaturanstieg, der seit dem Beginn der Industrialisierung aufgetreten ist, verläuft jedoch deutlich schneller als alle Erderwärmungsphasen in den vergangenen 66 Millionen Jahren. Die Hauptursache für den menschengemachten Treibhauseffekt liegt in der drastischen Erhöhung des Anteils an Treibhausgasen in der Atmosphäre. Insbesondere Kohlendioxid, das durch die Nutzung fossiler Energieträger freigesetzt wird, und Methan, das im Zusammenhang mit intensiver Viehhaltung steht, spielen dabei eine große Rolle. Auch in die Luft abgegebene Schwebeteilchen wie beispielsweise Rußpartikel wirken sich verstärkend auf den Treibhauseffekt aus.

Die menschengemachte Erwärmung hat bereits heute sichtbare Folgen, und mittel- bis langfristig wird dieser Treibhauseffekt das Gesicht des Planeten verändern. Durch das Abschmelzen der Polkappen wird nicht nur der Meeresspiegel ansteigen und dadurch zahlreiche Inseln und Küstenregionen unbewohnbar werden. Auch werden sich regional die Niederschlagsmengen und Windsysteme verändern, was sich ebenso wie die Temperaturerhöhung als solche auf jeweiligen Ökosysteme auswirken wird. Das bedeutet nicht nur eine Bedrohung für die natürliche Flora und Fauna, sondern auch eine Beeinträchtigung der Landwirtschaft. Indirekt wirkt sich der Treibhauseffekt langfristig so auch auf die wirtschaftliche und politische Stabilität ganzer Regionen aus.

Nur durch aktive Klimapolitik mit durchdachten Klimaschutzmaßnahmen und nachhaltiger Industrie und Landwirtschaft kann der durch den menschengemachten Treibhauseffekt verursachten Temperaturanstieg noch gebremst und die durch die globale Erwärmung zu erwartenden Schäden abgemildert werden.