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Klima und Wandel

Naturkatastrophen

Erdbeben, Tsunamis, Vulkanausbrüche - all das sind Naturkatastrophen. Der Mensch kann sie nicht verhindern und muss damit umgehen lernen, z.B. indem Häuser erdbebensicher gebaut werden. Heute sind viele Naturkatastrophen allerdings vom Menschen gemacht, z.B. Hochwasserkatastrophen aufgrund von immer mehr Bodenversiegelung und zu wenig Hochwasserschutz. Außerdem gibt es immer mehr Dürren und Hitzwellen aufgrund der Erderwärmung; infolge dessen müssen mehr Menschen in Zukunft ihre Heimat verlassen, weil sie unbewohnbar geworden ist. Die globale Weltgemeinschaft muss schnell lernen und handeln.

Weitere Informationen zum Thema Naturkatastrophen

Als Naturkatastrophen werden Ereignisse bezeichnet, die der Natur entspringen und deutliche negative Konsequenzen auf das Leben von Menschen haben. Dabei kann es sich sowohl um physische Schäden wie Verletzung und Tod als auch um direkte oder indirekte wirtschaftliche Zerstörung handeln. Letzteres betrifft beispielsweise Häuser oder Infrastruktur, aber auch lebensnotwendige Grundlagen wie Vieh oder Äcker.

Mit der Bewältigung von Naturkatastrophen beschäftigt sich der Katastrophenschutz, während die Entstehung in der Katastrophenforschung geklärt werden soll. Zu den größten Naturkatastrophen Europas der vergangenen hundert Jahre zählt die Hitzewelle im Jahre 2003, die nach einigen Quellen bis zu 70.000 Tote forderte. Weltweit wird die zweijährige Dürre in Indien, mit geschätzt 1,5 Millionen Opfern, als schwerwiegendste Katastrophe angenommen.

Abzugrenzen ist der Begriff von bloßen Naturereignissen oder Naturphänomenen, die zwar dieselbe physikalische Dimensionierung haben können wie Naturkatastrophen, im Gegensatz zu diesen jedoch keinerlei Auswirkungen auf menschliches Leben und Wohlbefinden haben. Dieses Szenario läge im Falle eines Tornados in einem ungenutzten Teil der sibirischen Taiga vor.

Zu den Naturkatastrophen zählen Besonderheiten des Wetters, wie Stürme, Tornados, Hurrikans, Hagel, Starkregen, Kälteeinbrüche und Hitzwellen sowie die daraus resultierenden Folgen wie Überschwemmungen oder Dürren. Außerdem gehören Ereignisse des Bodens, wie Erdbeben, Tsunamis, Erdrutsche, Lawinen und Lahars und Vulkanausbrüche, die zu Ascheregen, Steinschlag, Lavaflüssen und pyroklastischen Strömen führen können, dazu. Nicht zuletzt gibt es noch eine Reihe von Sonderfällen, wie Bildungen giftiger Gase, Gezeiten mit ungewöhnlicher Intensität, Meteoriteneinschläge oder das Auftreten großer Schädlingszahlen (z.B. Heuschreckenschwärme). Naturkatastrophen werden häufig nur bei schnellen Verläufen als solche wahrgenommen, sich über eine lange Zeit abspielende Prozesse, beispielsweise Eiszeiten, werden seltener als Naturkatastrophen bezeichnet, auch wenn sie auf Dauer gravierende Auswirkungen haben und daher ebenfalls in diese Kategorie fallen können.

Schwieriger abzugrenzen sind Phänomene wie der Klimawandel oder die Zerstörung fruchtbarer Böden durch Verwüstung. Da diese überwiegend anthropogenen Ursprungs sind, werden sie nicht im engeren Sinne zu den Naturkatastrophen gerechnet. Allerdings gilt dies zumindest teilweise auch für die oben aufgeführten Ereignisse, insbesondere Wetterphänomene.

Ob und inwieweit sich ein Ereignis zur Naturkatastrophe entwickelt, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab, die unabhängig von seiner physikalisch messbaren Intensität sind. Einer davon besteht in der Vulnerabilität. Diese bezeichnet die Verwundbarkeit beispielsweise eines ökonomischen Systems. So wäre eine direkt an der Küstenlinie gebaute und nur durch minderwertige Dämme geschützte Stadt wesentlich vulnerabler gegenüber einer Flutwelle als eine gut gesicherte, höher liegende. Des Weiteren gibt sie an, inwiefern sich ein System im Falle einer Katastrophe selbst schützen und sichern kann, oder aber von externer Hilfe abhängt.

Direkt an diesen Faktor schließt die sogenannte Resilienz an. Hiermit wird das Vermögen eines Systems bezeichnet, sich nach einem Schadensereignis wieder zu erholen. Dies kann schnell, langsam oder überhaupt nicht stattfinden. Im Falle von Naturkatastrophen ist eine Erholung unter Anderem davon abhängig, wie viel von diesem Ereignis vernichtet wurde und wie viel nicht. Als Beispiel kann ein Erdbeben gewählt werden: Wie viele Häuser einer Stadt sind erdbebensicher errichtet worden? Wie ist die Infrastruktur aufgebaut – wie viele Verletzte können zeitnah und adäquat versorgt werden? Wie viele Löschzüge können wie effektiv entstandene Brände löschen? Wie schnell kann gegebenenfalls Hilfe aus dem In- oder Ausland organisiert werden? Auch die finanzielle Situation einer betroffenen Gemeinschaft, Region oder eines Landes spielt eine Rolle, weil davon abhängig ist, wie schnell zerstörte Strukturen wieder instand gesetzt werden können.