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Klima und Wandel

Anders wirtschaften: Systemwandel in der Landwirtschaft

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin
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Daniela BeckerDienstag, 30.03.2021

Dieses Interview mit Politikökonomin Maja Göpel ist bereits ein knappes Jahr alt, aber nichtsdestotrotz aktuell. Der Landwirtschaftssektor ist ein Bereich, der immer noch oft bei Klimaschutzbetrachtungen außen vor gelassen wird. Schließlich werden Lebensmittel benötigt und Naturprodukte können ja perse nichts Schlechtes verursachen, oder? In der Realität wird aber auch die Landwirtschaft - nicht umsonst spricht man von Agrarindustrie - dem Wachstumsdiktat untergeordnet. Artenvielfalt sowie Natur- und Klimaschutz bleiben dabei oft auf der Strecke. Wie lässt sich das lösen?

Wenn nicht mehr nach ökonomischen Effizienz-Maßstäben produziert wird, wie wollen Sie dann eine wachsende Weltbevölkerung ernähren?

Da gibt es natürlich für jede Meinung eine Studie. Ich denke, man sollte die Studien anschauen, die perspektivisch arbeiten: mit dem jetzigen Zustand der Böden ist das schwierig, aber wenn wir ihnen sechs, siebe Jahre geben, in denen wir sie aufbauen und integrierte Landwirtschaft betreiben, dann wird auch eine andere Produktivität auf dem Quadratmeter möglich werden. Außerdem: was ist denn der Umkehrschluss? Wenn wir die Menschen nicht nachhaltig versorgen können, haben wir irgendwann ein megamäßiges Problem. Wir können dann Nahrung im Labor züchten. Aber wir können auch schlicht die Ernährungsgewohnheiten so verändern, dass mit der gleichen Fläche mehr Menschen gesund satt werden. Den Fleischkonsum an die Empfehlungen zu gesunder Ernährung anzupassen wäre hier schon ein riesiger Schritt nach vorne. Auch das Ausmaß, in dem produziertes Essen weggeschmissen wird, gilt es zu reduzieren. Ernährungssicherheit ist bereits heute mehr eine Verteilungsfrage als eine Massenfrage.

Wie stehen Sie zu dem Argument, dass eine ökologische Landwirtschaft mehr Boden für den gleichen Ertrag braucht und damit tendenziell klimaschädlicher ist als konventionelle Landwirtschaft?

Auch hier ist es doch wieder die Frage, was wir als Ertrag bezeichnen. Sobald ich zum Beispiel einrechne, dass Biodiversität geschützt wird, dass Wasser im Boden gespeichert wird und dass Humus aufgebaut wird, werde ich wahrscheinlich zu einer anderen Definition von Ertrag kommen. Und dann werde ich wahrscheinlich in jeder Region zu einem anderen Ergebnis kommen, weil ich ganz andere Voraussetzungen habe. Die Vision, mit der wir arbeiten sollten, ist die Nutzung der Böden so zu gestalten, dass sie langfristig möglichst viele Dienstleistungen gleichzeitig bereitstellen können: Nahrung, Biodiversität, Fruchtbarkeit, Klimasenke, Wasserspeicher, Ästhetik, rurale Lebensräume. Alle diese Potenziale sollten in die Diskussion einbezogen werden, die Forschungs- und Innovationsprogramme auch so multifunktional aufgesetzt werden.

Vielen Denkanstöße in einem Interview, dass alleine schon deshalb interessant ist, weil es in einer recht klassisch orientierten Agrarzeitung erschienen ist.

Anders wirtschaften: Systemwandel in der Landwirtschaft

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