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Klima und Wandel

Nick Reimer
diplomierter Energie- und Umweltverfahrenstechniker, Wirtschaftsjournalist und Bücherschreiber
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piqer: Nick Reimer
Donnerstag, 05.01.2017

Alarm: 1,5 Grad sind fast schon erreicht!

2015 war das bislang wärmste Jahr, das seit Beginn der Temperatur-Aufzeichnungen gemessen wurde. Die Betonung liegt auf: "bislang". Denn die neuesten Ergebnisse des Klimadienstes C3S, eine zentrale Einrichtung des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus, zeigen, dass das Jahr 2016 nochmals um fast 0,2 Grad Celsius wärmer war als 2015.

Damit lag die globale Mitteltemperatur bei 14,8 Grad Celsius - 1,3 Grad höher als die Durchschnittstemperatur zur Mitte des 18. Jahrhunderts. Wie das Europäisches Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage mitteilt, hatte der globale Temperaturanstieg im Februar 2016 bereits die 1,5-Grad-Grenze erreicht - also jenen Wert, den die Klimadiplomaten im Paris-Protokoll als unteren Zielwert fixiert haben. Das Zentrum ist eine europäische Organisation mit Sitz im englischen Reading, die 1975 gegründet wurde und von 22 Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, unterstützt wird.

Zuvor hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) bereits einen neuen Temperaturrekord für Deutschland gemeldet. Demnach war 2016 sogar 1,4 Grad wärmer als der globale Mittelwert. Besonders bemerkenswert: In der ersten Jahreshälfte 2016 wurde an zahlreichen der 2.000 Wetterstationen des DWD mehr Niederschlag gemessen als im ganzen Jahr 2015.

Und auch 2017 beginnt mit Temperaturrekorden: Der Deutschlandfunk berichtet, dass es derzeit am Nordpol rund 20 Grad wärmer ist als im langjährigen Durchschnitt.

Um noch einmal auf die Ergebnisse des "Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage" zurückzukommen - in der heutigen Presseerklärung heißt es: "Zum ersten Mal fiel der Wert der CO2-Konzentration in der Atmosphäre in diesem Jahr nicht unter 400 ppm während des Übergangs von Sommer zu Herbst auf der Nordhalbkugel." In den Jahren davor hatte das Pflanzenwachstum nämlich noch dafür gesorgt, dass der Atmosphäre wieder so viele Treibhausgase entzogen wurden, sodass die Konzentration - typischerweise im September - wieder unter die 400 ppm-Marke fiel. 

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