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Warum wir uns dauernd verirren – und Tiere nie

Christian Gesellmann
Autor und Reporter

Geboren 1984 in Zwickau, Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Germanistik in Jena und Perugia. Volontariat bei der Tageszeitung Freie Presse, anschließend zweieinhalb Jahre als Redakteur in Zwickau. Lebt als freier Autor in Leipzig und Bukarest. Quoten-Ossi bei Krautreporter.

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Christian GesellmannSonntag, 18.04.2021

Als jemand, der sein halbes Leben mit der Frage verbringt, wohin er geht – ich spreche von meinen nächtlichen Träumen, deren Haupthandlung das Verlorensein ist –, war ich sofort von dieser Geschichte angezogen, in der es darum geht, wie Tiere ihren Weg finden und warum sie nie verloren gehen.

Alles an dieser Geschichte war faszinierend. Ich habe buchstäblich alle zwei Sätze "Wow!" ausgerufen und meinen Partner ebenso oft mit nervigen "Wusstest du dies, wusstest du das"-Fakten gestört. Alles, von der einleitenden Geschichte von Billy, der Katze, die nach wochenlangem Umherirren den meilenweiten Weg zurück nach Hause fand – woraufhin ich aufhörte zu lesen und mein zwei Monate altes Kätzchen weckte, um es zu knuddeln –, über Beispiele für die Navigationsfähigkeiten, die Tiere in der Luft, unter der Erde, unter Wasser und auf dem Boden besitzen, bis hin zu den verrückten Experimenten, die Wissenschaftler durchführen, um ihre Orientierungsfähigkeit zu testen. Zum Beispiel: "Man kann die Augen einer Languste abdecken, sie in einen undurchsichtigen Behälter stecken, der mit Meerwasser aus ihrer heimischen Umgebung gefüllt ist, den Behälter mit Magneten auskleiden, die an Schnüren aufgehängt sind, so dass sie in alle Richtungen schwingen, den Behälter in einen Lastwagen setzen, den Lastwagen auf dem Weg zu einem Boot im Kreis fahren, die Languste wieder ins Wasser fallen lassen, und – voilà – sie wird selbstbewusst in Richtung Heimat krabbeln". Ich könnte so weitermachen, aber du hast es sicher schon kapiert.

Abgesehen von dem Teil über die Tiere ist der über die Menschen ebenso faszinierend, nur nicht auf eine gute Art. Zum einen haben wir, "die Kreaturen mit dem glaubwürdigen Anspruch, die schlechtesten Navigatoren auf dem Planeten zu sein, die Chancen aller anderen, dorthin zu gelangen, wo sie hinmüssen, stetig verringert, indem wir ihre Flugbahnen gestört, ihre Fähigkeiten zur Routenfindung beeinträchtigt und ihre Ziele verwüstet haben." Zweitens: Obwohl wir nicht immer so schlecht darin waren, uns zu orientieren – frühe indigene Völker nutzten Beobachtung und Gedächtnis und waren großartige Navigatoren – haben wir die Dinge unter anderem mit der Urbanisierung vermasselt. Die Migration von der Wildnis in die Städte reduzierte unser räumliches Gedächtnis und hatte einen großen Einfluss auf unsere Fähigkeiten zur Wegfindung. Mit dieser Veränderung der Lebensweise wandelten sich auch die sozialen Normen:

"Wir wissen aus unzähligen Studien, dass der Orientierungssinn von Kindern umso besser wird, je mehr sie die Welt erkunden. Doch wie Bond feststellt, hat sich die Zahl der Kinder, die sich alleine in der Welt bewegen dürfen, in nur zwei oder drei Generationen drastisch verringert. In England durften 1971 noch 94 Prozent der Kinder im Grundschulalter mit Erlaubnis ihrer Eltern alleine irgendwohin gehen (zusätzlich zum Schulweg). Bis 2010 ist dieser Prozentsatz auf sieben gesunken."

Wenn du tiefer in das Thema Navigation und Zugvögel eintauchen willst, hör dir diese beiden Podcasts an, einen alten von Radiolab und einen neueren von NPR. Und einen weiteren fantastischen Artikel der Autorin Kathryn Schulz habe ich hier gepiqdt.

P.S. Diesen Artikel gibt es auf der Artikelseite auch zum Anhören ;)

Warum wir uns dauernd verirren – und Tiere nie

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