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Warum du Ikea has(s)t

Christian Gesellmann
Autor und Reporter

Geboren 1984 in Zwickau, Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Germanistik in Jena und Perugia. Volontariat bei der Tageszeitung Freie Presse, anschließend zweieinhalb Jahre als Redakteur in Zwickau. Lebt als freier Autor in Leipzig und Bukarest. Quoten-Ossi bei Krautreporter.

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Christian GesellmannFreitag, 30.12.2022

Ich kann gar nicht genug Ikea-Kram aus meiner Wohnung schmeißen, auf irgendwelchen Wegen finden immer wieder gräusliche Gesandte der schwedischen Möbelapokalypse ihren Weg in die zwei gastlichen Zimmer, die zu bewohnen mein urbanes Los ist; und wenn es Nacht wird und ihre praktischen Silhouetten lange Sperrholzschatten werfen, dann tratschen die weit gereisten Gesandten manchmal untereinander. Sie hatten Wohnungen vor mir, und sie werden Wohnungen nach mir haben. Sie standen auf der Straße, nicht nur einmal, bis sie irgendjemand in einen Teilauto-Kofferraum packte oder auf Händen in ein neues temporäres Heim trug, diese möbelgewordenen Tinder-Dates, diese austauschbaren seelenlosen Wohnlichkeitssimulatoren, diese Söldner des globalen Prekariats, diese flachgepackten Fluchthelfer. 

Fakt ist jedenfalls, dass Ikea zuletzt rund 48 Milliarden US-Dollar Umsatz machte, etwa 225.000 Angestellte und fast 500 weirdly identische Warenhäuser weltweit hat. 775 Millionen Mal hat sich im letzten Jahr ein Mensch auf den Weg gemacht, sich in einem Ikea zu verlieren und mit einem Haufen Zeug im Einkaufswagen auf einem Parkplatz ausgespuckt zu werden. Rund 60 Prozent aller Einkäufe, die Menschen bei Ikea tätigen, sind ungeplant. Impulsiv. 

Als "psychologische Waffe", die dazu dient, den ungewollten Konsum zu fördern, bezeichnet Alan Penn, Architekturprofessor am University College London, das Design von Ikea-Warenhäusern. "Zu Ikea zu gehen, ist wirklich eine unterwürfige Erfahrung", wird er in diesem ausgezeichneten Artikel von Zachary Crockett für The Hustle zitiert. Crockett hat sachlich und spannend die kaufanimierenden Psycho-Tricks analysiert, die Ikea so erfolgreich machen – und die am Beispiel von Ikea natürlich auch deshalb fantastisch zu erklären sind, weil wohl so ziemlich jeder von uns schon mal ein paar Stunden in einem gewesen ist. 

Warum du Ikea has(s)t

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